Das Werk von Rudolf Ditzen alias Hans Fallada

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30. März 2010, 10:58 Uhr

Hans Fallada, der mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen hieß, schrieb 1920 seinen ersten Roman „Der junge Goedeschal“ mit autobiografischen Zügen. Im Roman „Bauern, Bonzen und Bomben“ (1931) verarbeitete er den Aufstand der Landbewegung in Neumünster. Schon ein Jahr später (1932) landete er mit dem Roman „Kleiner Mann – was nun?“ einen Welterfolg. 1934 folgte „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“.

Das im gleichen Jahr geschriebene Buch „Wir hatten mal ein Kind“ löste in der Nazipresse eine heftige Kampagne gegen ihn aus, was bei ihm zu starken Depressionen führte. 1936 erschienen einfühlsame Kindergeschichten wie „Hoppelpoppel, wo bist du?“ und „Geschichten aus der Murkelei“, die teilweise in der Carwitzer Umgebung angesiedelt sind.

1937 arbeitete er an „Wolf unter Wölfen“ und einer Filmvorlage für „Der eiserne Gustav“, deren Umarbeitung von Reichspropagandaminister Josef Goebbels erzwungen wurde. „Altes Herz geht auf Reisen“ (1939) wurde ganz und gar verboten. Fallada wich auf Erinnerungen aus: „Damals bei uns daheim“ und dann „Heute bei uns zu Haus“ über das Leben in Carwitz. 1942 entstand „Ein Mann will hinauf“. Seine letzten beiden Bücher „Der Alpdruck“ und „Jeder stirbt für sich allein“ erschienen erst posthum.

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