Das Tote Meer in klein

Schauen sich die Pläne für den Salzsee an: Betriebsleiterin Nicole Schlegel und Heinz Steinhart, Aufsichtsratsvorsitzender der Kristall Bäder AG.Birgit Hamann (3)
Schauen sich die Pläne für den Salzsee an: Betriebsleiterin Nicole Schlegel und Heinz Steinhart, Aufsichtsratsvorsitzender der Kristall Bäder AG.Birgit Hamann (3)

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15. April 2010, 07:53 Uhr

Bad Wilsnack | Am 5. Mai wird der symbolische erste Spatenstich für den Salzsee an der Kristall Kur- und Gradiertherme gesetzt. Am gleichen Tag weiht die Stadt auch den angrenzenden neuen Kurpark offiziell ein.

Kurz nach Weihnachten 2009 kam die lang ersehnte Förderzusage der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bereits 2008 über die Bühne gehen. In das 2,2-Millionen-Projekt fließen von Seiten der ILB 921 000 Euro. Am 28. April vergibt das Bad Wilsnacker Stadtparlament die Aufträge für den Salzsee. "Wir wollen längstens vier Monate bauen. Der Badebetrieb wird nicht beeinträchtigt", blickt Heinz Steinhart, Chef der Kristallbäder AG, voraus. Der rund 500 Quadratmeter große, überdachte, 32 Grad warme See soll mit 24 Prozent Solegehalt ähnliche Effekte erzielen können wie das Tote Meer.

In Erweiterung des neben der Therme befindlichen Caravanstellplatzes entsteht - ebenfalls noch in diesem Jahr - ein Campingareal mit zirka 70 bis 80 Stellplätzen für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. "Eine Aufwertung der Therme und auch der Kurstadt", meint Heinz Steinhart. Er geht von rund 36 000 Übernachtungen pro Jahr aus. Das Projekt schwelt schon länger. Zunächst wollte es die Stadt selbst umsetzen, hatte die Planungen vorangetrieben und eine Fördermittelzusage erhalten. Für Bad Wilsnack, so Steinhart, sei ein solcher Platz allerdings nicht wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben. Nun übernimmt das die Kristallbäder AG. Baubeginn wird voraussichtlich im August sein. Dass der Platz dann erst zum Winter fertig werde, sei überhaupt nicht negativ. "Wir stellten im vergangenen Winter fest, dass die Caravanstellplätze auch in der kalten Jahreszeit sehr gut belegt sind", berichtet Heinz Steinhart und ergänzt, dass das Unternehmen auf gute Erfahrungen im Campingplatzgeschäft zurückgreifen könne. An der Rheinpark-Therme in Bad Hönningen betreibt die Kristallbädergruppe erfolgreich ein solches Areal, direkt am Rheinufer. "Ein sehr beliebter Platz, dort haben wir jährlich rund 130 000 Übernachtungen", sagt Steinhart.

In den Startlöchern steht das Unternehmen zudem für den Bau des Premium-Saunabereiches in Bad Wilsnack. Teil dessen wird ein 300 Jahre altes Holzbauernhaus aus Kärnten sein. Es wird dort im Mai demontiert und soll anschließend in Wilsnack - zunächst als Musterhaus - aufgestellt, später in die Außensaunen integriert werden.

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