Das große Glück in der Hand

Ob Wahlergebnis oder die Besetzung des EM-Viertelfinals – nicht immer lassen sich Ereignisse durch Fakten erklären oder gar vorhersagen. Deshalb hoffen manche auf Rat von höheren Mächten und wenden sich an Wahrsager – wie Katrin Hewakowski. Wir folgten dem Trend und haben Hewakowski zu Buga und OB-Wahl befragt. Und sogar über die Fußball-Europameisterschaft kann die Schwerinerin etwas verraten.

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09. Juni 2008, 09:51 Uhr

Ostorf - Seit zwölf Jahren kommen Kunden zu Katrin Hewakowski und bitten sie um Rat in Sachen Partnerschaft, Gesundheit oder Finanzplanung. Dann fächert sie ihr Kartenblatt auf und schaut, was in der Zukunft steht.

Auch zu ungewöhnlichen Fragen aus Politik, Wirtschaft und Sport kann die Kartenlegerin ihr Blatt befragen. So sieht sie besonders für zwei Kandidaten ums Oberbürgermeisteramt gute Chancen auf einen Erfolg. Wer das ist? Wird an dieser Stelle nicht verraten, wir lösen aber nach der Wahl auf, ob Hewakowski richtig lag. Soviel vorweg: Eine Stichwahl wäre für sie vorstellbar.

Die Kunden, die normalerweise zu ihr kommen, gehören nicht zur lokalen Politprominenz, sondern sind Menschen aus Schwerin und Umgebung, die Hilfe bei schwierigen privaten oder beruflichen Entscheidungen suchen. „Bis zu 50 Kilometer weit fahren einige meiner Kunden, andere berate ich am Telefon“, erzählt die gebürtige Lübzerin. Ihre Intuition sei das Handwerkszeug bei der Beratung – und das richtige Kartendeck. In „ihre“ Karten hat Hewakowski das größte Vertrauen. Was manche als Scharlatanerie abtun, hat sich für Hewakowski schon oft bewährt. Nicht umsonst würden ihre Kunden so häufig wiederkommen. Nach ihren Erfahrungen treffen vorausgesagte Ereignisse oft monatsgenau ein. Zum wirtschaftlichen Erfolg der Buga befragt, kann sie jedoch noch keine präzisen Aussagen treffen. „Ich sehe die Karte mit dem Fuchs und die besagt, dass Vorsicht geboten ist bei Vertragsabschlüssen. List oder Betrug könnten eine Gefahr für das Projekt bedeuten“, erklärt die 37-jährige gelernte Verwaltungsfachangestellte, die ihr Hobby vor vier Jahren zum Beruf gemacht hat.

Deutschland kommt ins...
Zum Kartenlegen kam sie durch ihre Mutter und ihre Tante, beide erfahrene Kartenlegerinnen. Sie weihten sie in die Geheimnisse der Legekunst ein, die Hewakowski so erklärt: „Das Blatt zeigt mir, wo und wann Probleme liegen, meine Aufgabe ist es, dies zu interpretieren und den Leuten zu zeigen, wie sie damit umgehen können.“

Für SVZ wagt Hewakowski auch einen Blick in die Karten, der Fußballfans beruhigen wird: Auf die Frage, ob die deutsche Mannschaft bei der EM über das Viertelfinale hinauskommt, zieht sie die Karte mit dem Bild eines Kindes. „Das ist eindeutig positiv – es bedeutet immer einen Neuanfang und die Erfüllung von neu gefassten Plänen.“

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