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Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock : Das Duell ums Tor

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Jörg Hahnel oder Kevin Müller - welcher Keeper wird die Nummer eins im Tor des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock?

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erstellt am 04.Jul.2011 | 11:50 Uhr

Jörg Hahnel oder Kevin Müller - welcher Keeper wird die Nummer eins im Tor des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock? "Das ist eine schwierige sportliche Entscheidung", sagt Cheftrainer Peter Vollmann und lässt sich noch nicht in die Karten schauen: "Beide bekommen in den Testspielen ihre Chancen. Es kann sein, dass sogar in der letzten Partie gegen Brøndby Kopenhagen (Sonntag um 15.30 Uhr in der DKB-Arena - d. Red.) jeder noch einmal 45 Minuten zum Einsatz kommen wird." Damit macht der 53-Jährige deutlich, wie eng beide Schlussmänner beieinander liegen.

Vier Torwarttrainer in den vergangenen vier Jahren

"Die Vorbereitung verläuft bislang sehr gut, wenngleich man natürlich nie weiß, wo man steht. Alle verstehen sich gut, auch wir Torhüter", erklärt Jörg Hahnel, der nach Perry Bräutigam (2008/09), Marco Kostmann (2009/10), Jo Stock (2010/11) nun mit Alexander Ogrinc den vierten Torwarttrainer in den vergangenen vier Jahren beim FCH hat. "Das ist schon ein bisschen ungewöhnlich", sagt "Jockel", der im Test gegen HB Køge (siehe oben) in der Schlussphase aufgrund einer Zerrung, die er sich bei einem Abwurf zuzog, ausgewechselt wurde.

Und so kam Konkurrent Kevin Müller gegen den dänischen Erstliga-Aufsteiger unerwartet noch zu einigen Minuten Einsatzzeit. Der 20-Jährige verlor den Zweikampf mit Hahnel im zurückliegenden Winter, hat laut eigener Aussage aber aus der Niederlage gelernt. "Ich hatte mich mental zu sehr unter Druck gesetzt und zu viel nachgedacht. Das hat sich dann negativ auf dem Platz bemerkbar gemacht. Ich stand mir sozusagen selbst im Weg", so der 1,88-Meter-Mann. Ihm macht der ständige Wechsel der Torwarttrainer nichts aus. "Abwechslung kann auch etwas Positives haben. Jeder ist verschieden, vertritt eine andere Philosophie. Daher muss es nicht schlecht sein, wenngleich es natürlich nicht die Regel ist. Jetzt haben wir einen sehr, sehr guten Torwarttrainer, und ich denke, dass er noch 20 bis 30 Prozent herausholen kann", hofft Kevin Müller. Der Youngster meint damit, "das wir natürlich fertig ausgebildet sind, wenn wir aus dem Nachwuchs-

bereich kommen, aber durch Athletik und taktische Schulungen immer noch eine Menge möglich ist".

Mit seinen Leistungen in der Vorbereitung ist er bislang zufrieden. "Ich denke, dass ich gezeigt habe, was ich kann. Dass dabei auch mal Fehler passieren, ist ganz normal. Ich versuche, mich in jeder Einheit anzubieten", erklärt der Keeper, der dabei nur auf sich schaut: "Schlussendlich ist es dann die Entscheidung des Trainers, wen er als stärker sieht beziehungsweise wer dem Team am meisten weiterhelfen kann."

Konkurrent und Routinier Hahnel, für den die Situation einen Zweikampfes in der Vorbereitung nichts Ungewöhnliches ist, bleibt gelassen und vertraut auf die eigene Stärke. "Der Trainer weiß, was er an mir hat. Außerdem habe ich in der vergangenen Saison ganz gute Leistungen gezeigt. Meine Karten stehen nicht schlecht", so der 29-Jährige, der von einem "sehr, sehr harten Torwarttraining" spricht. "Er (Ogrinc - d. Red.) legt viel Wert auf Athletik und Kraft und hat einen überragenden Schuss. Aber es macht auch viel Spaß, weil er sehr offen, ehrlich und positiv ist."

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