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Praktische Prüfung der Landesforst MV bei Schlemmin : Das Baumfällen will gelernt sein

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Wer ein guter Forstwirt werden will, muss auch einen Baum fachgerecht fällen können. Wieweit sie das beherrschen, müssen 16 Lehrlinge der Landesforst MV im Bernitter Holz im Forstrevier Schlemmin nachweisen.

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erstellt am 19.Feb.2013 | 10:44 Uhr

Wer ein guter Forstwirt werden will, muss auch einen großen Baum fachgerecht fällen können. Wieweit sie das beherrschen, müssen 16 Lehrlinge des dritten Lehrjahres der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern gestern und heute im Bernitter Holz im Forstrevier Schlemmin nachweisen. Unter den aufmerksamen Augen der Prüfungskommission müssen die jungen Männer dabei zum Abschluss ihrer Lehrzeit zeigen, was sie können.

Während die Lehrlinge aus dem ganzen Land - darunter zwei vom Forstamt Güstrow - ihre praktische Ausbildung in verschiedenen Revieren absolvierten, erwarben sie das theoretische Rüstzeug in der Beruflichen Schule in Güstrow-Bockhorst. Bei der jetzigen praktischen Prüfung mussten die angehenden Forstwirte vor den Augen der Prüfungskommission eine 40 bis 50 Zentimeter starke Rotbuche fällen und anschließend daraus die Sortimente Stammholz, Parkettholz und Industrieholz bestimmen.

Zufrieden zeigte sich die Jury z. B. mit der Arbeit von Marc-Phi lipp Damm aus dem Forstamt Neustrelitz. Er hatte die riesige Buche nach allen Regeln der Forst-Kunst zu Fall gebracht und wusste auch auf die anschließenden Fragen der Prüfer zu antworten.

In einem weiteren Prüfungskomplex haben die Auszubildenden demnächst ihre Kenntnisse über Waldwirtschaft und Landschaftspflege nachzuweisen. Sie müssen Bäume markieren und die sogenannten "Bedränger" erkennen und fachgerecht absägen, damit die "Zukunftsbäume" mehr Platz haben zum Wachsen. Auch eine schriftliche Prüfung haben die Jugendlichen noch vor sich, bevor sie dann (hoffentlich) ihren Abschluss als Forstwirt in der Tasche haben. "In den letzten Jahren hat die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern immer so zwei bis drei Auszubildende jährlich übernommen", sagt André Köppen vom Forstamt Schlemmin. Weitere junge Forstwirte finden meist eine Anstellung bei Privatfirmen, meint er.

Was die Azubis gestern und heute für die Prüfung absolvierten, praktizieren ihre älteren Kollegen jetzt im Winter fast jeden Tag beim Holzeinschlag. So wurden im letzten Jahr im Forstamt Schlemmin u. a. rund 1800 Festmeter Eichenholz und 16800 Festmeter Buche eingeschlagen. Auch in den ersten beiden Monaten 2013 sind die Holzeinschlags ergebnisse beachtlich.

Die besten ihrer abgenommenen Bäume hat das Forstamt Schlemmin gerade bei der Nadelholzauktion in Niedersachsen und bei der Wertholzauktion für Laubbäume in Schwerin versteigert. "Bei Kiefern haben wir das beste Ergebnis von allen erreicht", sagt Lutz Eggers vom Forstamt. Und auch beim Laubholz könne man mehr als zufrieden sein. Der beste Eichenstamm brachte 5000 Euro. Insgesamt wurden 15 Eichenstämme und sieben Eschen verkauft.

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