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11. Dezember 2017 | 20:07 Uhr

Das Audimax bekommt einen Zwilling

vom

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2010 | 08:47 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Eineiig werden die Zwillingsgebäude auf dem Uni-Campus Ulmenstraße nicht. Wenn im November 2011 der zweite Hörsaalkomplex spiegelverkehrt direkt neben dem Audimax errichtet ist, wird nur die Außenhülle gleich sein. Von innen, verspricht Architektin Kerstin Beyer, sieht das "Audimax II" ganz anders aus.

Gestern haben der Landesbauminister Volker Schlotmann und der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck, den Grundstein für den neuen Hörsaalkomplex gelegt. In die Kupferschatulle kam neben Bauplänen auch eine aktuelle Ausgabe der NNN.

"Ein zweites Audimax wird die Bedingungen für die Lehre weiter verbessern", sagt Minister Schlotmann. Das Gebäude, das aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanziert wurde, bekommt ebenso wie sein Zwillingsbruder eine moderne Glasfassade. So treffen Historie und Moderne aufeinander, denn der Campus Ulmenstraße war früher einmal Kasernengebiet der russischen Besatzer. "Die Einheit von Tradition und Moderne ist typisch für unser Land", so der Bauminister.

Bedingungen für bessere Lehre

"Es geht um Rahmenbedingungen, die geschaffen werden", betont Uni-Rektor Schareck. "Das Land investiert hier in die Zukunft." Gegenüber der Baustelle, im Haus III des Campus Ulmenstraße, hat Schareck sein neues Büro bezogen. "Ich kann jeden Tag sehen, wie der Bau voranschreitet", sagt er. Der Lärm störe ihn dabei nicht. Platz für die Studenten auf der Wiese bleibt trotz des zweiten Flachbaus noch genug. "Hier sehe ich abends junge Menschen, wie sie beim Kubbspielen Ablenkung suchen", so der Mediziner.

Doch eine bloße Kopie des bereits bestehenden Audimax will die Universität nicht auf dem Campus haben. Die Außenhülle ist die spiegelverkehrte Version des modernen Hörsaalgebäudes - doch innen wird der Unterschied sichtbar. Das "Audimax II" hat zwei Hörsäle: einen für 300 Studenten und einen für 250 Zuhörer. Die Sitze sind in Stufen angeordnet. Zwischen den beiden Hörsälen ist ein Technikraum untergebracht. Das ausgefeilte Innenkonzept kommt von Kerstin Beyer vom Rostocker Architektenbüro Albert und Beyer.

"Die Gestaltung ist innen hell und freundlich", erklärt Beyer. "Wir haben auch eine Akustikverkleidung aus Holz eingeplant." Eine dunkle anthrazitfarbene Treppe sorgt für eine edele Optik in dem Gebäude mit Glasfassade. Der Eingangsbereich ist in blau, statt rot wie beim großen Bruder, gehalten.

Das Architekturbüro Albert und Beyer hat diverse Erfahrungen gesammelt. Neben der Innenausstattung für das neue Hörsaalgebäude planen die beiden Architektinnen noch die Sanierung der ehemaligen Großen Stadtschule.

Verantwortlich für das neueste Uni-Bauprojekt zeichnet der Betrieb für Bau und Liegenschaften. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist Auftraggeber der 4,1 Millionen Euro schweren Investition. 671 Quadratmeter soll der Audimax-Klon groß werden. Im November 2011 soll das Projekt fertiggestellt sein, so dass spätestens zum Oktober, wenn sich viele neue Studenten immatrikulieren, das Gebäude schon einsatzbereit ist. Rektor Schareck berichtet: "Es haben schon viele ihr Interesse zur Nutzung angemeldet." Doch ein bisschen Geduld ist noch nötig. Bis dahin wird der Rektor persönlich auf dem Weg ins Büro jeden Tag kleine Fortschritte auf der Campus-Baustelle bemerken.

Hintergrund: Der Campus Ulmenstraße

Der modernste Campus der Universität Rostock ist der in der Ulmenstraße. Daher wird die hier angesiedelte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät als geheimes Zentrum der Uni gesehen. Das Hauptgebäude am Universitätsplatz wird derzeit saniert, weswegen auch die Verwaltung und das Rektorat in der Ulmenstraße residieren. Doch Schareck stellt klar: „Der Standort Innenstadt wird natürlich nicht aufgegeben.“ Die Gebäude, ehemalige Militärdomizile, sind komplett saniert, mit Fahrstühlen und moderner Technik ausgestattet. Großer Pluspunkt ist die Wiese, auf der Studenten bis in die Abendstunden lernen und spielen. Oftmals finden auf dem Campus Ulmenstraße von Studenten organisierte Konzerte statt.


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