Hansa Rostock : Dank flinker "Flitzer": Hansa wieder Spitze

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Das laut Trainer Vollmann "schnellste Mittelfeld der Liga" schoss den FC Hansa mit dem 2:1 beim SV Wehen Wiesbaden zurück an die Spitze und stimmte die strapazierten Mitglieder vor der Jahreshauptversammlung milder.

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23. November 2010, 03:45 Uhr

«Das Wichtigste waren hier auf jeden Fall die drei Punkte. Das ich dann auch noch ein Tor selbst gemacht habe, war nur noch das I-Tüpfelchen in diesem Spiel», sagte Björn Ziegenbein nach der erfolgreichen Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.
Der 24 Jahre alte Wirbelwind mit dem strammen Schuss traf im 13. Einsatz für seinen neuen Verein bereits zum achten Mal. Ziegenbein hat sich damit längst vom Schnäppchen aus dem Sommerschlussverkauf zum Objekt der Begierde zahlungskräftigerer Vereine, als es die Hanseaten eben sind, gemausert. Aber wohl vergeblich. Der torgefährliche Mittelfeldspieler ist vertraglich bis 2012 an die mecklenburgische Küste gebunden und sagt außerdem: «Ich fühle mich sehr, sehr wohl in Rostock.»
Das Empfinden teilt auch Siegtorschütze Mohamed Lartey, der im Frühsommer von der neuen Führung als einer der ersten Neuen nach dem Absturz in die dritte Liga nach Rostock geholt wurde. Dessen anfängliche Skepsis ist längst einem Wohlfaktor á la Ziegenbein gewichen - aus sportlicher Sicht sowieso. Lartey ist einer der Führungsspieler und will mit seinem neuen Team nicht in der 3. Liga verweilen: «Da gehört Hansa nicht hin.» Das findet auch Tobias Jänicke, der dritte Flitzer im schnellsten Mittelfeld der dritthöchsten Spielklasse.
Lartey (4 Saisontore) und Jänicke (5) haben wie acht weitere Profis aus dem Hansa-Kader lediglich einen Vertrag bis zum Saisonende. Eine Verlängerung werden sie sich zum Weihnachtsfest nicht unter den Gabentisch legen können. Sie wollen das auch nicht. Beide haben ihren Verbleib an der Küste maßgeblich vom sportlichen Erfolg abhängig gemacht. Die Vereinsführung will in diesem Jahr ohnehin keine Vertragsgespräche mehr führen. «Wir wollen die restlichen Spiele dieses Jahres abwarten», bestätigte Vorstandschef Bernd Hofmann.
Das betrifft auch die Gespräche mit Trainer Peter Vollmann und Manager Stefan Beinlich, die beide nach der sportlich grandiosen «Wiedergeburt» über das Saisonende hinaus gehalten werden sollen. Unabhängig davon, ob der erst für 2012 ins Kalkül gefasste Wiederaufstieg gelingen sollte oder nicht. Hofmann will mit beiden im Januar 2011 im Trainingslager in Spanien in Klausur gehen. Ergebnis offen? Die Mitglieder werden ihrem Boss am 25. November zumindest in dieser Hinsicht einen klaren Auftrag geben.

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