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Brigitte Nielsen siegt bei Fernsehshow : Dänin auf dem Dschungel-Thron

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Sie startete als Favoritin und wurde mit Bravour "Dschungelkönigin": Brigitte Nielsen hat das Dschungelcamp 2012 geprägt wie kein anderer Kandidat. Bei der diesjährigen Besetzung der Show war sie der einzige wahre Star.

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erstellt am 29.Jan.2012 | 10:26 Uhr

Berlin | Sie startete als Favoritin und wurde mit Bravour "Dschungelkönigin": Brigitte Nielsen hat das Dschungelcamp 2012 geprägt wie kein anderer Kandidat. Gut gelaunt bis extrem begeistert meisterte die 48-Jährige Dschungelprüfungen, ihre einfühlsame Seite zeigte sie bei intimen Gesprächsrunden am Lagerfeuer. Bei der diesjährigen Besetzung der RTL-Show war sie vielleicht der einzige wahre Star - und dann noch einer ohne Starallüren.

Dabei schien es der früheren Hollywood-Schauspielerin ("Rocky IV") stets bewusst zu sein, dass sie Teil einer Show ist und fürs Publikum performt. Als die 1,85 Meter große Dänin in einem Flugzeugwrack zwischen Schlangen und Kakerlaken nach Sternen suchte, riss sie ihren Arm mit einem Stern in der Hand nach oben und rief: "Dieser Stern ist für die Zuschauer!" Bei Streits unter den Mitcampern machte es hin und wieder den Eindruck, als verkneife sich Brigitte Nielsen einen Kommentar - auch wenn ihr die Situation offensichtlich missfiel.

Mit dänischem Akzent, viel Charme, aber auch Grazie trotzte sie den Widrigkeiten der Sendung: Mal sang sie "I’m singing in the rain" in einem durchsichtigen Cape, das mit Insekten gefüllt war. Mal schluckte sie tapfer pürierte Ente mit Entenblut oder Truthahnhoden.

Beispielhaft für Brigittes Auftritte steht der Kommentar der Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach: "Sie macht das mit Würde, Stolz und Anmut." Dabei hatte das Duo anfang auch hämisch über die "dänische Oma" gelästert.

Die wasserstoffblonde Brigitte Nielsen ist Reality-Formate wie das Dschungelcamp gewöhnt: Für RTL ließ sich die Dänin schon vor der Kamera beim Schönheitschirurgen quasi rundum erneuern oder tanzte bei "Let’s Dance" mit. Fernsehzuschauer konnten sie auch im dänischen und britischen "Big-Brother"-Haus oder in der Entzugsklinik beobachten. Die Teilnahme am deutschen Dschungelcamp soll ihr Medienberichten zufolge 150 000 Euro einbringen.

"Dschungelkönig 2011" Peer Kusmagk sagte im Interview mit "n-tv.de", bei Brigitte sei er nicht sicher, ob es überhaupt noch eine Trennung zwischen der Privatperson und der Figur, die sie in der Öffentlichkeit darstellt, gebe. Er betonte aber auch: "Sie ist die vermeintlich Stabilste der Gruppe und strahlt eine mütterliche Ruhe aus." Die Wahl-Amerikanerin tröstete andere Kandidaten und versuchte ihnen vor Dschungelprüfungen Kraft mit auf den Weg zu geben.

Im Camp sprach sie sowohl über Alkohol, Drogen und gewalttätige Ex-Partner. Sie sorgte aber auch fast andauernd für gute Laune, versuchte unter anderem den Regengott zu beschwören oder lästerte über den Sex mit ihrem früheren Ehemann Sylvester Stallone. Manchmal war sie nicht einwandfrei zu verstehen - bescherte dem Camp so aber auch Kultsprüche insbesondere im Bezug auf die flirtenden Kandidaten Rocco Stark und Kim Debkowski, als Brigitte Nielsen mal von "Liebessuppe" sprach und mal fragte: "Was geht los darein?"

Die Dschungelshow – Fakten

Die Dschungelkönige seit 2004:
- Januar 2004: Schlagersänger Costa Cordalis
- Herbst 2004: Kabarettistin Desirée Nick
- 2008: Sänger Ross Antony
- 2009: Schauspielerin Ingrid van Bergen
- 2011: TV-Moderator Peer Kusmagk
- 2012: Schauspielerin Brigitte Nielsen

Die Zuschauerzahlen
Die Krönung von Brigitte Nielsen zur Dschungelkönigin ist für RTL auch der Quoten-Höhepunkt der sechsten Staffel: 7,43 Millionen Zuschauer sahen am Samstagabend das Finale von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“, wie der Sender gestern mitteilte. Das ist der beste Wert der am 13. Januar gestarteten Staffel. Der Marktanteil lag bei 29,4 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 42,5 Prozent mit 4,51 Millionen Zuschauern. Die beste Quote von den sechs Staffeln hatte die fünfte im Januar 2011, nämlich 7,62 Millionen.

Die Zweitplazierte
Zweite wurde die 19-jährige Sängerin Kim Debkowski. Zuvor hatte Schauspieler Rocco Stark das Camp als Drittplatzierter verlassen.

Der Dschungel-Kultspruch:
„Was geht los darein?“ steht wie kein anderer Satz für die sechste Dschungelcamp-Staffel. Brigitte Nielsen stellte die Frage, als sie die turtelnden Kandidaten Kim Debkowski und Rocco Stark beobachtete. Diese hielten ihre Köpfe eng aneinander, Kapuzen verdeckten sie weitgehend. Mit einer Mischung aus dänischem Akzent und falscher deutscher Grammatik wollte Nielsen wissen, was bei den beiden vor sich gehe: „Was geht los darein?“ Sie erntete großes Gelächter – doch der Spruch wurde zum Kult. Immer wieder griffen ihn die Promis an den folgenden Tagen auf und mutmaßten, dass er auch gut zum Handy-Klingelton werden könne. RTL erfand sogar den „Was geht los darein?“-Rap.


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