Natur- und Umweltpark Güstrow : Cross-Maschinen und Quads zerfahren Wege

Das sind die Spuren, die auf Wegen, deren Ausbau viel Geld gekostet hat,  Cross-Maschinen und Quads hinterlassen. Klaus Tuscher ärgert das sehr.hans-jürgen kowalzik
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Das sind die Spuren, die auf Wegen, deren Ausbau viel Geld gekostet hat, Cross-Maschinen und Quads hinterlassen. Klaus Tuscher ärgert das sehr.hans-jürgen kowalzik

Cross-Maschinen und Quads zerfahren im Natur- und Umweltpark Güstrow neue Wege. Geschäftsführer Tuscher weiß sich keinen Rat mehr und appelliert an die Vernunft der Fahrer.

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08. Mai 2013, 11:21 Uhr

Klaus Tuscher, Geschäftsführer des Natur- und Umweltparkes (Nup) Güstrow, weiß sich keinen Rat mehr und will mit diesem Beitrag in unserer Zeitung an die Vernunft appellieren. Der Ärger Tuschers und seiner Mitarbeiter sind Cross-Maschinen und Quads, die neu gebaute Wege auf dem Teil des Nup-Geländes zerfahren, der von der Strategie des Parks bewusst als offener Bereich ohne Zaun und andere Barrieren gestaltet ist. Tuscher: "Es geht um den Weg, der am Parkplatz des Haupteingangs beginnt, und bis nach Klueß führt."

Mehr Kontrollen und Anzeige bei der Polizei

Ein weiteres Problem: Erwischt wurde noch keiner. Tuscher: "Kürzlich hat ein Güs trower Planer, mit dem wir eng zusammenarbeiten und der mit seiner Mutter auf diesem Wege spazieren ging, gerade so vor einem Quad zur Seite springen können. Er war so verdutzt und das Quad so schnell, dass er sich nicht einmal das Kennzeichen merken konnte." Daher konnte sich auch nach diesem Vorfall Klaus Tuscher nur über die tiefen Spuren in teilweise gerade angelegte Wege regelrecht pesten.

Besonders ärgerlich ist das auf einem Stück, das gegenwärtig gebaut wird. "Das kostet 250 000 Euro und wird am kommenden Mittwoch übergeben. Bisher war der Baubetrieb so kulant und hat alle Spuren immer wieder beseitigt", so der Nup-Geschäftsführer. Aber was ist, wenn ab Mittwoch der Nup auf diesen Zusatzkosten sitzen bleibt? Klaus Tuscher mag gar nicht daran denken.

Daher geht er jetzt in die Offensive. "Wir werden das noch mehr kontrollieren und haben auch vor, wenn sich das nicht ändert, bei der Polizei eine Anzeige aufzugeben. So geht es jedenfalls nicht weiter", schimpft Klaus Tuscher. Die Gesetze und Regeln stehen dabei klar auf Seiten des Natur- und Umweltparks. Tuscher: "Die Wege befinden sich auf dem Nup-Gelände. Auf allen Hinweistafeln und in der Besucherordnung steht, dass sie nur von Besuchern zu Fuß oder per Fahrrad genutzt werden dürfen. Versorgungs- und Baufahrzeuge dürfen mit einer Genehmigung der Geschäftsführung auf diesen Wegen fahren."

Das, was diese Cross- und Quadfahrer verursachen, sei für die Arbeit des Nup regelrecht "kontraproduktiv". Klaus Tuscher: "Seit vergangenem Jahr kann man zu Fuß und mit dem Rad über unser Gelände gehen oder fahren. 2014 sollen alle Wege fertig sein, auch ein Rad- und Wanderweg durch den Park. Das werden dann insgesamt fünf Kilometer sein."

Dieses Wegenetz ist auch Bestandteil des neuesten Projektes des Natur- und Umweltparks, der "Wald-Welten". Tuscher: "An den Wegen werden wir z.B. auch Sitzgruppen aufstellen. Die sind schon angeliefert. Außerdem gehören zu dem Vorhaben ein Lehrpfad mit 14 Stationen." Für Klaus Tuscher wieder ein Aufwertung des Parkes. Da stören ihn augenblicklich nur die Cross- und Quadfahrer, bei denen er hofft, dass die Vernunft siegt und die Fahrzeuge nicht mehr durch den Nup brettern.

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