Chronologie: Die schlimmsten Fälle

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19. Mai 2010, 07:04 Uhr

Chronologie: Die schlimmsten Fälle

Hunde fallen in Deutschland immer wieder Menschen an. Im schlimmsten Fall enden die Angriffe tödlich. Einige Fälle aus den vergangenen Jahren:

In einer Wohnung in Bremen beißt im September 2004 ein Pitbull in den Kopf seines Frauchens. Kurz darauf ist die 36-Jährige tot. Scharfschützen der Polizei müssen das Tier erschießen.

Eine 86 Jahre alte Frau im südbrandenburgischen Senzig (Dahme-Spreewald) will im Dezember 2002 den Rottweiler ihrer Enkelin füttern. Der Hund fällt die Rentnerin an und verletzt sie tödlich durch Bisse in Arme, Hals und Gesicht. Das Tier wird eingeschläfert.

Ein sechs Wochen alter Säugling wird im November 2002 Opfer eines Angriffs durch einen Rottweiler. Während das Kind in Hobeck (Sachsen-Anhalt) im Hof in seinem Kinderwagen liegt, greift der Hund den Säugling an und tötet ihn. Der Vater des Kindes findet seinen Sohn mit stark blutenden Bisswunden neben dem Wagen. Er erschießt das Tier.

Tödlich endet im Juni 2000 auch die Attacke zweier Kampfhunde auf einen sechs Jahre alten türkischen Jungen in Hamburg. Ein Pitbull- Mischling und ein Staffordshire-Terrier fallen auf dem Schulhof über das Kind her und töten es. Die Polizei erschießt die Tiere.


Tödliche Attacke: Husky-Mischling mit neuem Besitzer

Knapp einen Monat nach der tödlichen Bissattacke auf ein Baby in Cottbus hat der Husky-Mischling neue Besitzer. Der Hund sei vermittelt worden und befinde sich nicht mehr im städtischen Tierheim, sagte gestern ein Rathaussprecher. Über den neuen Besitzer des Tieres wurden auch vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung auf Nachfrage keinerlei Angaben gemacht.

Die Eltern des von einem Husky-Mischlingshund getöteten Babys in Cottbus haben sich unterdessen erstmals zu dem tragischen Vorfall geäußert. Sie hätten ihrem Anwalt erzählt, dass sie das acht Wochen alte Mädchen am 24. April vor der Attacke des Familienhundes auf ihrem Cottbuser Grundstück nur wenige Sekunden aus den Augen gelassen hatten, sagte gestern ein Sprecher der Cottbuser Staatsanwaltschaft.

Der Hund habe den Angaben der Eltern zufolge zuvor keine Anzeichen erkennen lassen, dass er für das Baby eine Gefahr sei. Die Aussagen der Eltern waren notwendig, weil gegen sie wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt wird.


Weiterer Fall: Schäferhund beißt Kleinkind

Rückblick: Der Husky-Schäferhund-Mischling hatte in einem unbeobachteten Moment den Kinderwagen auf der Hausterrasse umgestoßen und dem herausgefallenen Kind ins Gesicht gebissen. Das Baby starb an den schweren Verletzungen.

Drei Wochen nach der tödlichen Beißattacke hat erneut ein Hund in Südbrandenburg ein Kleinkind angegriffen. Ein Schäferhund habe das eineinhalb Jahre alte Mädchen in Spremberg (Spree-Neiße) ins Gesicht gebissen und leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Das Kleinkind sei mit seiner Oma am Sonntag spazieren gegangen, als der Hund aus einem Hof angerannt kam und zuschnappte.

Die kleine Wunde an der rechten Wange des Kindes sei in der Notaufnahme behandelt worden, sie musste aber nicht genäht werden. Die Eltern hatten am Montag Anzeige gegen die Hundebesitzer erstattet. Gegen die Besitzer wird den Angaben zufolge wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung ermittelt. Das Tier müsse vorerst im geschlossenen Zwinger gehalten werden.

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