Chance auf Traumberuf

Zum ersten Mal gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Eine gleichbleibend positive Tendenz zeichnet sich auch für das kommende Jahr ab. Gestern hat die Bundesagentur für Arbeit ihre Bilanz des Ausbildungsmarktes für das Berichtsjahr 2007/2008 vorgestellt.

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13. Oktober 2008, 08:06 Uhr

Rostock - Kernaussage des Jahresberichts der Agentur für Arbeit zum Lehrstellenmarkt: Erstmals hat es in der Region mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber gegeben. Das ist auch bundesweit zu beobachten. Als Bewerber sind dabei jene Jugendliche zu verstehen, die die Unterstützung der Vermittler der Agentur in Anspruch genommen haben. Gestern wurde die Statistik veröffentlicht. Darin sind die Tendenzen vom 1. Oktober 2007 bis zum 30. September 2008 zusammengefasst. „Die Situation hat sich besonders im vergangenen Jahr durch die positive wirtschaftliche Entwicklung verbessert“, sagt Simone Pröhl, Bereichsleiterin der Arbeitsagentur Rostock.

Schülerzahlen treiben Nachfrage in die Höhe
Im Bereich der Hansestadt wurden 4564 gemeldete Ausbildungsstellen von der Agentur für Arbeit erfasst – 3433 davon betrieblich, 1131 außerbetrieblich. Als Bewerber tauchen in den Angaben 4237 junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren auf. „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz, noch dazu im Wunschberuf, sind also sehr groß“, berichtet Pröhl.

Nach Abschluss des Berichtsjahres blieben 140 Bewerber unversorgt, nur 48 Ausbildungsstellen unbesetzt. „Das ist ein verschwindend geringer Anteil“, so Pröhl. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Jugendlichen unter 25 Jahren, die keine Lehrstelle gefunden haben, um 41,9 Prozent verringert.

Die sinkende Anzahl von Schulabgängern sorgt dafür, dass diese Entwicklung voraussichtlich auch in den kommenden Jahren andauern wird. Der doppelte Abiturjahrgang hat sich im Bezirk der Arbeitsagentur Rostock nur begrenzt ausgewirkt. „Viele von ihnen haben eine Lernpause eingelegt“, erklärt Pöhl. Die beliebtesten Berufe bei den Jungen sind Koch, Kfz-Mechatroniker und Kaufmann im Einzelhandel. Die Top Drei der Mädchen sind Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel und Bürokauffrau.

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