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17. Oktober 2017 | 02:45 Uhr

CDU streitet für LWL-Kennzeichen

vom

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2010 | 08:45 Uhr

ludwigslust | Die CDU ist mit ihrem Vorhaben, das LWL-Kennzeichen auch nach der Kreisgebietsreform beizubehalten, in der Ludwigsluster Stadtvertretung gescheitert. "Wir sollten keine Kluft zwischen Ludwigslust und Parchim schaffen", so die Fraktionsvorsitzende der Linken, Melitta Roock. Man wolle zudem warten, wie sich die Landesregierung dazu positionieren werde, sagte Thomas Warmbier (Alternative Liste). Bürgermeister Reinhard Mach brachte das Hanauer Modell ins Spiel, wonach die Städte ihre bisherigen Kennzeichen behalten würden. Auch dies fand in der Stadtvertretung keine Gegenliebe. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Geier wollte mit seinem Vorstoß auf Bestrebungen reagieren, wonach bereits der Erhalt des Kennzeichens PCH für den neuen Großkreis vorbereitet werde. LWL sei ein Markenzeichen für Ludwigslust, das erhaltenswürdig sei, so Geier.

Die Parchimer Stadtvertreter stoppten ebenfalls den Vorschlag der Verwaltung, Verhandlungen über den Erhalt des Kfz-Kennzeichens "PCH" auch nach der Kreisgebietsreform aufzunehmen. "Nachdem wir den Kreisstadtstatus mit einer Stimme Mehrheit gewonnen haben, können wir nun doch nicht für eine Spaltung eintreten. Das wäre ein völlig falsches Signal an die Bürger in Ludwigslust", gibt Eckhard Büsch (SPD) zu bedenken und bekommt Zustimmung aus allen Fraktionen der Parchimer Stadtvertretung. Elke Skiba (Die Linke) ist sich sicher, dass auch die Ludwigsluster auf ihr "LWL" stolz sind und es am liebsten behalten wollen. Der erste Parchimer Stadtrat Detlev Hestermann kann nachvollziehen, dass eine Lösung für den ganzen Kreis sinnvoller wäre, was nicht ausschließe, dass "PCH" und "LWL" erhalten bleiben. Erste Gespräche mit den Nachbarn hätte es bereits gegeben.

Einen Teilerfolg erzielten die Christdemokraten in der Ludwigsluster Stadtvertretung hingegen bei ihrem Antrag, den Kreisnamen Ludwigslust beizubehalten. Da seien die Kreistagsmitglieder unter den Stadtvertretern gefordert, so Linken-Fraktionschefin Melitta Roock. Im Zuge des neuen Kreisstrukturgesetzes hätten sie Gestaltungsmöglichkeiten. Unter den Stadtvertretern zeichnete sich eine breite Mehrheit für den Vorschlag ab, den neuen Großkreis Ludwigslust-Parchim zu nennen. Da Parchim schon den Kreisstadt-Status erhalte, sei es fair, Ludwigslust dabei an erster Stelle zu nennen. Eine Mehrheit der Abgeordneten verwies den Vorschlag der CDU in den zuständigen Ausschuss zur weiteren Diskussion.

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