CDU-Parlamentarier soll Geld von Ex-AUB-Chef bekommen haben

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19. April 2008, 04:49 Uhr

Nürnberg/Greifswald - Der Vize-Chef der Nordost-CDU und Greifswalder CDU-Bundestagsabgeordnete, Ulrich Adam, soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ (Montag) Gelder vom Gründer der Arbeitnehmerorganisation AUB, Wilhelm Schelsky, bekommen haben. Das gehe aus einem polizeilichen Ermittlungsbericht in Nürnberg hervor, berichtet das Blatt. Demnach habe Schelsky „in erheblichem Umfang Kosten des Wahlkampfs“ von Adam finanziert.

Schelsky, der auch in Greifswald aktiv war, wurde im Februar 2007 wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Beihilfe zur Untreue festgenommen. Er soll zum Aufbau seiner Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsräte (AUB) als Gegenorganisation zur IG Metall vom Elektrokonzern Siemens zweistellige Millionenbeträge erhalten haben. Eine Anklage wird von der Staatsanwaltschaft Nürnberg bis Juni erwartet. Der 57-jährige Adam selbst wollte sich am Samstag nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte eine CDU-Landesverbandssprecherin. Adam wolle erst am Montag in Berlin Stellung beziehen.

Neben Adam soll auch der Greifswalder CDU-Kreisverband Geld von der AUB bekommen haben. Dies habe der Greifswalder Kreisvorsitzende Egbert Liskow bereits bestätigt, hieß es bei der Landes-CDU. Zur Höhe der Gelder gab es bisher zunächst keine Angaben.

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