Caffier fordert Distanz zur NPD

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08. November 2009, 10:00 Uhr

Gadebusch | Nach einer NPD-Demonstration am Freitagabend in Gadebusch gegen eine richterliche Entscheidung zugunsten eines mutmaßlichen Sexualstraftäters hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) vor der rechtsextremistischen Partei gewarnt. Er habe viel Verständnis für die Sorgen und Nöte der Menschen in Gadebusch, sagte Caffier am Samstag. "Gleichwohl müssen wir Entscheidungen der unabhängigen Richter, auch wenn wir sie nicht verstehen, respektieren." Gegen einen 22-jährigen Gadebuscher wird wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, dieser aber außer Vollzug gesetzt. An der Demonstration auf dem Marktplatz der westmecklenburgischen Kleinstadt hatten sich am Freitag nach Polizeiangaben rund 150 Personen beteiligt. Gegen 45 Personen wurden Platzverweise erteilt, da sie mit Störabsichten unterwegs gewesen seien. In den vergangenen Tagen wurde bereits mehrmals gegen die richterliche Entscheidung demonstriert. "Richtig ist es aber nicht, wenn wir zulassen und zusehen, wie sich Rechtsextremisten zum Anwalt von besorgten Bürgern machen", sagte Caffier. "Ich würde mich freuen, wenn bei zukünftigen Demonstrationen zu diesem Thema die Bürger sich klar und deutlich von den Rechtsextremisten distanzieren."

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