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Busfahrer klagen über Verkehrschaos

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erstellt am 02.Aug.2010 | 06:44 Uhr

Güstrow | Zahlreiche Baustellen, falsch parkende Autos oder schlechte Straßenverhältnisse - vieles behindert derzeit den Busverkehr in Güstrow. "Zu Problemen kommt es vor allem in der Hageböcker Straße und der Domstraße in der Innenstadt", sagt Thomas Nienkerk, Betriebs- und Verkehrsleiter der Omnibusverkehrsgesellschaft (OVG). "Immer wieder behindern wild parkende Autos hier den Busverkehr. Oftmals bleibt uns nicht anderes übrig als auf den Fahrer zu warten oder die Polizei zu rufen", sagt er weiter.

Das bestätigt Busfahrer Ralf Heere: "Die Domstraße ist der absolute Spitzenreiter." Unmittelbar vor den Pollern blockieren fast wöchentlich Autos die Fahrbahn", so der 49-Jährige. Aber auch in der Wendeschleife vor dem Krankenhaus sei oftmals nur schwer ein Durchkommen, fügt er hinzu.

Doch das ist nicht das einzige Problem, vor das die OVG täglich gestellt wird. Auch Baustellen sorgen immer wieder für Fahrplanänderungen und Verzögerungen. "Damit arrangieren wir uns aber zumeist gut. Es ist völlig verständlich, dass Straßen ausgebessert werden müssen, schließlich kommt das im Endeffekt ja auch uns zu Gute", so Thomas Nienkerk. "Selbst wenn wir, wie am 9. Juli in der Lindenstraße, nicht davon unterrichtet waren, planen wir kurzfristig um. Ziel sollte es natürlich immer sein, den Fahrplan möglichst genau einzuhalten", sagt er.

Rund vier Millionen Fahrgäste nehmen die Dienstleistungen der OVG jährlich in Anspruch. Acht Busse sind dafür täglich im Güstrower Stadtverkehr im Einsatz. Hinzu kommen 25 Fahrzeuge im Landkreis Güstrow und 14 weitere im Bereich Teterow. Knapp 3,9 Millionen Kilometer legen diese Jahr für Jahr zurück.

Die Busse werden von 94 Kraftfahrern chauffiert, unter ihnen eine Frau. Nienkerk: "Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei uns. Im Allgemeinen wird der Beruf eben doch von Männer dominiert."

Brigitte Stolt nutzt die Güstrower Stadtbusse seit vielen Jahren und hat stets gute Erfahrungen damit gesammelt: "Natürlich stören öfter parkende Autos den Verkehr, doch die Busfahrer haben meist eine Lösung parat", so die Güstrowerin.

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