Bunt und schrill für Toleranz

Über 3000 Leute begleiteten die Parade zum CSD durch die Rostocker Innenstadt. Foto: Matthias Bannert
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Über 3000 Leute begleiteten die Parade zum CSD durch die Rostocker Innenstadt. Foto: Matthias Bannert

Rostock in Regenbogenfarben: Der sechste Christopher Street Day lockte 3000 Besucher in die Hansestadt. Dort wurden für die Rechte homo-, bi- und transsexueller Meschen demonstriert. Schaulustige standen am Rand der Parade, die vom Neuen Markt durch die Innenstadt führte, und jubelten den Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern zu. Nach der Parade gab es ein Fest auf dem Neuen Markt. Bei der After-Show-Party im Club Moya tanzten und feierten die Teilnehmer bis in die Morgenstunden hinein.

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20. Juli 2008, 09:25 Uhr

Rostock - Rostock zeigt Flagge. Und zwar die Regenbogenflagge, die als schwul-lesbisches Zeichen gilt und am Wochenende zu Hauf in der Innenstadt zu sehen war.
Zum sechsten Mal wurde der Christopher Street Day (CSD) in Rostock veranstaltet. Am Sonnabend demonstrierten über 3000 Menschen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Eröffnet wurde der bunte Umzug von Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider.

Bunt geschmückte Trucks verschiedenster Organisationen und Parteien spielen laute Musik und machen Stimmung bei den Demonstranten. Bunt und schrill sind die Outfits vieler Teilnehmer. Sie lenken die Aufmerksamkeit der Mitbürger auf sich, die interessiert am Rand der Parade das Geschehen beobachten. Einige winken den Demonstranten begeistert zu.

Das diesjährige Motto des CSD „Ungeoutet ist wie nicht gelebt“, trifft bei vielen Homo- und Bisexuellen nicht gerade auf Gegenliebe, sorgt aber für reichlich Diskussionsstoff.
Bei der Eröffnung spricht sich Schirmherrin Sylvia Bretschneider für die Erweiterung des Grundgesetzes um die Gleichheit von sexuellen Orientierungen aus. „Es ist in der heutigen Zeit einfach überholt, dass dieser Passus im entsprechenden Artikel fehlt“, so die Landtagspräsidentin. Sie hält den CSD für wichtig: „Diskriminierungen welcher Art auch immer dürfen nicht hingenommen werden.“

Nach der Parade wird auf dem Neuen Markt weiter gefeiert. Verschiedene Vereine, Organisationen und Parteien haben Stände aufgebaut. Auf der Bühne gibt es ein buntes Programm. Höhepunkt war dort die Rostocker Band „Les Bummms Boys“, die mit stimmungsvollen Songs das Publikum zum Tanzen animieren. Plötzlich ausbrechender Regen lässt jedoch viele Gäste verschwinden.

Umso ausgelassener feierten 850 Leute im Moya bei der CSD-After-Show-Party. Auf zwei Dancefloors feierten Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender und Freunde bis in die Morgenstunden.

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