Buga in Schwerin eröffnet

Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler stehen vor der Eröffnung der Bundesgartenschau Buga 2009 vor dem Schlossgarten von Schwerin.
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Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler stehen vor der Eröffnung der Bundesgartenschau Buga 2009 vor dem Schlossgarten von Schwerin.

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23. April 2009, 10:57 Uhr

Bundespräsident Horst Köhler hat heute in Schwerin die 30. Bundesgartenschau (Buga) eröffnet. Eine Gala auf der Freilichtbühne im Schlossgarten bildete den Auftakt für die 172 Tage dauernde Blumenmesse. Im Mittelpunkt der Schau steht die historische Entwicklung der Gartenbaukunst vom 18. Jahrhundert bis die Gegenwart.

Bundesgartenschauen gäben eine herrliche Möglichkeit, ein wunderbares Stück Heimat kennenzulernen, sagte der Buga-Schirmherr Köhler. Die Buga in Schwerin biete Gelegenheit, Abstand von der Hektik und der Krise zu gewinnen und zugleich die Chance, Natur zu erleben.


Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sieht in der Buga einen Gewinn für Schwerin und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gartenschau mit ihren 32 Außenstandorten im Land sei eine tolle Werbung für den Nordosten, sagte er.

Rund 450 Aussteller präsentieren sich bis 11. Oktober unter dem Motto „Sieben Gärten mittendrin“ auf einer Gesamtfläche von 55 Hektar. Die Organisatoren rechnen damit, dass die Buga rund 1,8 Millionen Besucher in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt lockt. Dem Großereignis war eine zehnjährige Vorbereitungszeit vorausgegangen.

Alle Ausstellungsareale sind rund um das Schweriner Schloss in unmittelbarer Nachbarschaft der Altstadt angeordnet. Die sieben Themengärten in der seenreichen Innenstadt liegen zudem alle am Wasser. Die Leistungsschau der Gärtner soll nach dem Willen der Macher als Messe der kurzen Wege in die über 50-jährige Geschichte der Bundesgartenschauen eingehen.

In die Buga investierten Stadt und Land rund 70 Millionen Euro. So wurden unter anderem der Schlossgarten nach historischem Vorbild neu gestaltet, der „Garten des 21. Jahrhundert“ und die „Schwimmenden Wiesen“ angelegt sowie eine Brücke über die Schlossbucht errichtet. Millionenbeiträge flossen zudem in die Infrastruktur des Stadtkerns und in das Straßennetz.

Kritisch äußerte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Er bemängelte die ungenügende Ausrichtung der Buga an ökologischen Kriterien. Natürliche Uferzonen mit gesetzlich geschützten Lebensräumen seltener Arten seien rigoros beseitigt, zahlreiche Bäume gefällt worden. Nur über Klagen sei es gelungen, die schwersten Schäden an der städtischen Natur zu minimieren.

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