Bützower Kosmetik-Werk wird sichtbar

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17. April 2008, 05:36 Uhr

Bützow - Was passiert da auf dem Gelände? Diese Frage richten Leser oft an die SVZ-Redaktion. Helga Schöck wunderte sich kürzlich über die viele Technik auf dem Hof des Kosmetik-Werks. Das öffentliche Interesse am potenziellen Groß-Arbeitgeber ist enorm. Schließlich sollen bis zu 146 Arbeitsplätze entstehen.

Günter Hinkel kann die Fragen verstehen. Der CPB-Betriebsleiter bittet aber weiter um Geduld: „Im Grunde gibt es nicht viel Neues.“ Aber doch: „Wir haben zwei neue Mitarbeiter eingestellt.“ Zwei Männer kümmern sich um typische Hausmeister-Arbeiten, einer habe bereits früher in der Molkerei am Ort gearbeitet. Sechs Beschäftigte habe das Unternehmen derzeit.

Neu ist auch das offizielle Firmen-Logo des Werks, das jetzt den alten Schriftzug der Bützower Molkerei ersetzt hat. In der Vorbereitung der Creme-Produktion gehe es weiter vorwärts, so Hinkel. „Wir haben für 20 000 Euro Rohstoffe eingekauft und sind guten Mutes.“ Eine dritte Testreihe der Kosmetik-Produkte stehe unmittelbar bevor, um sie zur Marktreife zu entwickeln.

CPB will ab Herbst 2009 von Bützow aus vier Kosmetik-Linien in drei Marken auf den europäischen Markt bringen. Das Wirkstoff-Konzept basiere auf dem „Tri-Iso-Active-System“, das auf Balance der Haut-Physiologie setze – abgestimmt auf vier Altersgruppen von Konsumenten: 15 bis 25, 26 bis 35, 36 bis 50 und über 50 Jahre. Das Konzept dieser hautähnlichen Stoffe wird wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Die Kosmetik-Linie soll in der früheren Butterei starten, später ist eine Pharmastrecke in der Trocknungsanlage geplant.

Die viele Technik auf dem Hof vor ein paar Wochen erklärt Betriebsleiter Günter Hinkel so: „Wir haben die letzten großen Tanks abgebaut und nach Holland verkauft.“ Auch Tankzüge der Firma Nordmilch seien vor Ort. Einen Teil des Verwaltunsggebäudes habe CPB an einen Bildungsträger vermietet.
Die Bützower Molkerei hat vor fast drei Jahren dicht gemacht. Der Konzern Nordmilch als Besitzer zog sich im Vorjahr auch aus dem Projekt CPB zurück, hinter dem die Trimension GmbH in Düsseldorf steht.

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