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Neustadt-Glewe : Bürgermeister als Mülldetektiv

vom

Um den illegalen Ablagerung in Neustadt-Glewe Einhalt zu gebieten, hat sich der neue Bürgermeister nicht nur ein Bild von den Verunreinigungen gemacht, sondern er ging als Mülldetektiv auf Spurensuche.

svz.de von
erstellt am 22.Mär.2011 | 11:43 Uhr

An den acht Wertstoffplätzen im Stadtbereich von Neustadt-Glewe stehen Container für Glas, Papier und Altkleider. An den acht Wertstoffplätzen lagern aber auch Sachen, die dort nicht hingehören: Kindersitze, gebrauchte Windeln oder Essenreste. Um dieser illegalen Ablagerung Einhalt zu gebieten, hat sich der neue Bürgermeister der Stadt nicht nur ein Bild von den Verunreinigungen gemacht, sondern er ging als Mülldetektiv auf Spurensuche.

Die Säcke sind blau oder gelb, ihr Inhalt liegt teilweise auf der Straße. Wer sie aufgerissen hat, das weiß Bürgermeister Arne Kröger nicht, aber er weiß, wer einige von den Säcken am Wertstoffplatz am Steinerplatz dort abgestellt hat. Schön war es nicht, sich durch den Abfall zu forschen, doch es hat sich gelohnt. "Ich fand auf einigen Hinterlassenschaften Hinweise zu zwei Urhebern", sagt Kröger, der in Sachen Sauberkeit und Ordnung jetzt selbst Hand angelegt hat.

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Problemen mit verunreinigten Stellplätzen, die immer mehr zu Müllhalden mutierten und deren zusätzliche Reinigung den Steuerzahler jede Menge Geld kostet. "Gelbe Säcke gehören an den Abfuhrterminen vor die eigene Haustür, und für den Müll gibt es ebenfalls eine eigene Mülltonne", sagt Kröger, der ankündigt, dass die Stadt jetzt intensiver an die Verunreiniger der Stellplätze herangehen werde. "Die Verantwortlichen dieser Verunreinigungen werden entsprechend zur Rechenschaft gezogen", sagt der seit dem 1. März amtierende Bürgermeister. Zu diesem Zweck seien die im Unrat gefundenen Hinweise dem Landkreis als zuständige Behörde für ungeordnete Müllablagerungen zugestellt worden. "Jetzt droht den Verursachern ein Bußgeld", weiß Kröger.

Kröger will auch weiterhin konsequent jeder Verunreinigung an den Stellplätzen nachgehen. "Deshalb bitte ich alle Bürger, Problemfälle zu melden", sagt das Stadtoberhaupt. " Sollte dies keinen Erfolg zeigen und sollten die Kosten für die Reinigung weiter steigen, werde, so Kröger, das Angebot an solchen Stellplätzen in der Stadt nicht mehr so umfangreich vorgehalten werden könnte. Auf Kröger und Co. wartet noch viel Arbeit. Gerade erst übers Wochenende tauchten die nächsten gelben Säcke an der Lagerstelle am Steinerplatz auf. Ihr Besitzer wird mit einem Bußgeld rechnen müssen, denn Mülldetektiv Kröger, der in umittelbarer Nähe wohnt, war wieder im Einsatz: "Ich habe gesehen, wer die Säcke abgestellt."

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