Bürgerentscheid zu Schwimmhallen?

Am Sonnabend will sich eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Schwimmhallen in Lankow und auf dem Dreesch gründen. Ziel ist es, 4000 Unterschriften zu sammeln, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen, wodurch die Schweriner selbst über die Zukunft der Hallen abstimmen könnten. Die Stadtvertretung hatte sich mit knapper Mehrheit für die Schließung der Dreescher Halle ausgesprochen und für einen Hallenneubau in Krebsförden gestimmt.

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28. Mai 2008, 09:18 Uhr

Schwerin - „Der äußerst knappe Beschluss der Stadtvertretung hat uns überrascht. Anstatt die vorhandene Halle auf dem Dreesch zu sanieren, soll nun eine deutlich teurere Halle in Krebsförden gebaut werden. Die Nutzung der modernisierten Schwimmhalle in Stern Buchholz wurde gar nicht erst geprüft. Die beabsichtigte Schließung der Dreescher Halle ist eine Entscheidung gegen unsere drei Stadtteile, die wir aus finanz- und sozialpolitischen Gründen so nicht hinnehmen können“, sagte Hanne Luhdo vom Verein „Die Platte lebt“, der zu den Hauptinitiatoren der Bürgerinitiative „Rettet die Schwimmhallen!“ gehört.

Unterstützung kommt vom SPD-Ortsverband Südstadt, der die Dreescher Schwimmhalle nicht nur für die Schulen und Vereine der Südstadt erhalten will, sondern am Wochenende auch eine Öffnung für die Bewohner ermöglichen möchte. „Insofern ist die Einrichtung ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur und darf nicht sachfremden Argumenten geopfert werden“, verdeutlichte Daniel Meslien die Position die Initiatoren. „Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn können fast 30 000 Schweriner die Halle sehr schnell und ohne Probleme erreichen. Gerade der Schülertransport nach Krebsförden würde mehr Zeit und knapp 160 000 Euro kosten“, fügt er hinzu.

Am kommenden Sonnabend, dem 31. Mai, soll um 13 Uhr vor der Eröffnung des Stadtteilfestes Neu Zippendorf an der Plater Straße die Bürgerinitiative gegründet werden. Sobald 4000 Schweriner unterschrieben haben, wird automatisch ein Bürgerentscheid durchgeführt.

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