Güstrower kritisieren Verkehrssituation : Bürger wollen bessere Verkehrslösung

Gernot Erbahn sammelte in der Weinbergstraße die Unterschriften.hans-jürgen kowalzik
Gernot Erbahn sammelte in der Weinbergstraße die Unterschriften.hans-jürgen kowalzik

Unterschriftenaktion in Gutower, -Weinberg- und Dahsestraße und dem Fischerweg: Bürger in vier Straßen im Süden Güstrows kritisieren die Verkehrssituation. Sie fordern von der Stadt Lösungen.

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03. November 2012, 10:29 Uhr

117 Bürger aus vier Straßen im Süden Güstrows - Gutower Straße, Weinbergstraße, Bürgermeister-Dahse-Straße und Fischerweg - wollen neue Verkehrsregelungen, um die Belästigungen zu reduzieren und das Wohnen lebenswerter zu machen. Seit gestern liegt ein Schreiben mit ihren Unterschriften der Stadtverwaltung und den Stadtvertretern vor.

Gernot Erbahn hat die Unterschriften in der Weinbergstraße gesammelt. "Sie beweisen es: Die Einwohner wollen eine andere, bessere Lösung", sagt er. Gernot Erbahn weiß, wovon er spricht, denn er wohnt seit 1943 in der Weinbergstraße. U.a. fordern die Einwohner eine Tempo-30-Zone und eine Rechts- vor Linksregelung. Angeregt werden z.B. Aufpflasterungen wie in der Straße der DSF. Verschlechterungen für den Busverkehr oder eine höhere Belastung der Goldberger Straße werden ausgeschlossen. Die Beweise liefern für die Bürger Beispiele in Dettmannsdorf. Zur Goldberger heißt es: "Der Verkehr wird nicht verlagert sondern geordnet."

Zählungen und Aussagen der Fachämter der Stadt, dass "nichts geht", wollen die Einwohner nicht länger hinnehmen. "Es geht immer etwas. Man muss es eben nur wollen", heißt es in dem Schreiben. Die Anwohner monieren, dass nicht einmal der Versuch, das Wohnumfeld zu verbessern, bei den Verantwortlichen der Stadt zu erkennen ist. Dabei geht es den Bürgern darum, "gemeinsam mit der Stadt eine sinnvolle Lösung zu erreichen".

Wie stellen sich die Bürger das nun vor? Sie sagen, dass der Stadt ausreichend Zahlen zur Verkehrsbelegung, den Fahrwegen und den Geschwindigkeiten vorliegen. Auch gebe es Fachämter, die sich mit dem Wohngebiet und den Wünschen der Bewohner auskennen würden, heißt es weiter. Die Anwohner möchten Lösungsvarianten, die öffentlich diskutieren werden. "Ohnehin ist ein Ortstermin in diesem Wohngebiet längst überfällig", schreiben sie.

Die Bürger bitten um Unterstützung und um einen zeitnahen Gesprächstermin zur Verkehrssituation, zum Vermeiden von nicht zum Wohngebiet gehörenden Verkehr und zum Beruhigen des nicht auszuschließenden Verkehrs.

Bürgermeister Arne Schuldt kennt diese Forderungen auch aus Suckow und Klueß. Er ist daher schon seit einiger Zeit für die EU-weite Aktion "30 km/h - macht die Straßen lebenswert". Ziel ist es durch den Bürgerwillen dafür zu sorgen, dass in allen Orten Tempo 30 vorgeschrieben ist.

Für das Schreiben der Bürger aus den vier Straßen gelte aber erst einmal, so Schuldt, dass sich die Fachämter mit dem Thema beschäftigen. "Das machen wir aber auch bereits", betont er. Einem Gespräch steht er offen gegenüber. Der Bürgermeister blickt auch schon konkret auf eine Entwicklung. "Wenn die Ortseinfahrt B 103 aus Richtung Rostock gebaut wird, ist mit einer grünen Welle von Nord nach Süd zu rechnen. Das würde die Weinbergstraße entlasten", meint Schuldt.

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