Bündnis fordert Tempo für A14-Bau

Das Bürgeraktionsbündnis für den Bau der A14 will Druck auf die Bundesregierung ausüben, den Bau der Autobahn vorzuziehen. Die A14 stehe in Konkurrenz zur Fehmarnbelt-Querung, die 2018 fertig sein solle. Aktionsbündnis-Sprecher Christian Rosenkranz plädiert dafür, Verhinderer beim Namen zu nennen.

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14. November 2008, 07:12 Uhr

Neustadt-Glewe | 1,28 Milliarden Euro soll die Autobahnverbindung von Magdeburg nach Schwerin kosten. 2020 rechnet die Bundesregierung derzeit mit der Fertigstellung. "Viel zu spät", sagt Christian Rosenkranz. Der Unternehmer aus Neustadt-Glewe ist einer der Vorsitzenden des Aktionsbündnisses für den Bau der Autobahn 14.

Dänen machen Dampf mit der Belt-QuerungRosenkranz blickt dabei auch nach Nordwesten. 2018 soll die Fehmarnbelt-Querung nach Dänemark fertig sein. "Und die legen richtig los", sagt der CDU-Kommunalpolitiker. Man brauche sich nur anschauen, wer das Projekt verwirkliche. Das seien die gleichen, die seinerzeit schon die Öresundbrücke realisiert hätten. Nicht umsonst drückten die Dänen auf Tempo, sagt Rosenkranz. "Die wissen genau wie wir, dass sich die Verkehrsströme von Skandinavien dann westlich von uns auf die A1 und A7 in Richtung A2 nach Magdeburg verlagern werden", argumentiert er. Mit allen Effekten für die angrenzenden Kommunen. Stichwort neue Gewerbegebiete. Nicht nur für die strukturschwache Altmark sei ein früherer Baubeginn der A14 enorm wichtig, sondern auch für die Infrastruktur im Bereich Wismar. "Es geht um die Anbindung der Ostseehäfen", erinnert Rosenkranz.

Zur A14 keine Alternative in SichtEr sieht zu der Verkehrsanbindung A14 keine vernünftige Alternative. In der Bahn schon gar nicht. Die schaffe es nicht mal, den regionalen Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Christian Rosenkranz ist überzeugt, dass auch Neustadt-Glewe, Brenz, Grabow und Ludwigslust von der neuen Fernstraße profitieren werden. Er sieht in diesem Zusammenhang auch den Neustädter Bürgermeister Uwe Menz in der Pflicht, eine Strategie zu erarbeiten, ja, die Stadt mit potenziellen Gewerbeflächen zu "bevorraten". Darüber hinaus sei es in der Region wenig hilfreich, darüber zu streiten, wie die künftige Autobahnabfahrt heißen werde. Entscheidend sei, den Weg frei zu machen für die Weiterentwicklung der Infrastruktur.

Das Bürgeraktionsbündnis für den Bau der A14 werde nach den letzten Bekundungen von Bundesverkehrsminister Tiefensee die Bundesregierung beim Wort nehmen und auf einen schnelleren Baubeginn drängen. Dass es dafür Chancen gibt, davon ist der Neustädter überzeugt. Schließlich habe man vor Jahren rund 74 000 Unterschriften für den Bau der Autobahn gesammelt und sich bei Spitzenpolitikern der rot-grünen Koalition Gehör verschaffen können. Rosenkranz nennt die SPD-Politiker Peter Struck und Gerhard Schröder.

Bündnis will Druck in der Politik machen

Über die politische Schiene gelte es jetzt erneut, Druck zu machen, sagt Rosenkranz. "Die Umweltschützer in Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben keinerlei Legitimation mit ihrer Verhinderungstaktik. Die Menschen in den ländliche Räumen haben Anspruch auf Teilhabe am wirtschaftlichen Fortschritt." Das gebiete bereits das Grundgesetz. "Letztlich werden sie uns Ärger machen, aber die Entwicklung nicht aufhalten", ist Rosenkranz überzeugt.

Er spielt dabei auf die heiß diskutierte Elbquerung und auf Vogelschutzgebiete in Brandenburg und Sachsen-Anhalt an.

"Die Bürgeraktionsbündnisse für die Autobahn - es gibt sie in allen drei beteiligten Bundesländern - sollten jetzt die Verhinderer beim Namen nennen und eine pointierte Auseinandersetzung führen.

"Jetzt muss investiert werden. Das Geld ist da, Infrastrukturmaßnahmen müssen auf den Weg gebracht werden", unterstreicht Rosenkranz.

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