Ab 2011 weniger Ein-Euro-Jobs : Budget-Kürzung des Bundes trifft Vereine

Foto: Manja Nowitzky
Foto: Manja Nowitzky

Die Argen in Westmecklenburg müssen sich auf weniger Geld durch den Bund einstellen. Für die meisten Vereine wird es voraussichtlich gar keine Arbeitsgelegenheiten/Ein-Euro-Jobs mehr geben.

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21. Dezember 2010, 06:55 Uhr

Gadebusch | Die Argen in Westmecklenburg müssen sich auf weniger Geld durch den Bund einstellen. Die Folgen könnten auf lokaler Ebene direkt zu spüren sein. "Für die meisten Vereine wird es voraussichtlich gar keine Arbeitsgelegenheiten/Ein-Euro-Jobs mehr geben. Diese können dadurch in Existenznot kommen", warnt der Gadebuscher Amtsvorsteher Rico Greger (CDU). Auch Kommunen in anderen Amtsbereichen könnten bald merken, dass die helfenden Hände der Ein-Euro-Jobber fehlen.

Derzeit gibt es allein im Bereich des Amtes Gadebusch 28 Ein-Euro-Jobs. Die Beschäftigten sind nicht nur für Gemeinden tätig, sondern arbeiten beispielsweise auch im Argrarmuseum Breesen, im Gadebuscher Museum, in Tierheimen oder der Kleider- und der Möbelbörse. "Es wird schwer für diese Einrichtungen neue Ein-Euro-Jobs 2011 zu bekommen. Die Leidtragenden dieser vorhersehbaren Kürzung sind die Vereine und Museen", verdeutlicht der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Gadebusch, Andreas Lausen. Sie würden schwere Zeiten vor sich haben.

Die Agentur für Arbeit in Schwerin bestätigte gestern, dass die Argen 2011 ein wesentlich geringeres Budget zur Verfügung haben werden. Dennoch sei man bemüht, die Mittel so effektiv wie möglich einsetzen zu können. Gadebuschs Amtsvorsteher Rico Greger hofft, dass 2011 zumindest in geringem Umfang eine Neuauflage von Ein-Euro-Jobs ermöglicht wird. Sie sind dazu gedacht, Menschen ohne Jobs an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen.

Eine neue, bundesweite Diskussion über den Erfolg dieser Maßnahmen war zuletzt entbrannt, als der Bundesrechnungshof monierte: Ein-Euro-Jobber würden oft anderen Menschen den Arbeitsplatz weg nehmen.

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