Brummis im Dorf ärgern Anwohner - Unternehmer hat jetzt eine Fläche gepachtet

von
26. Mai 2008, 08:21 Uhr

Klein Labenz/Warin - „Das kann doch nicht sein, dass da einfach Bäume herausgerissen werden, nur damit ein Unternehmer sich eine Lkw-Zufahrt auf einer Wiese im Dorf schaffen kann. Drei große Lkw stehen hier mitten auf einer von der Stadt Warin regelmäßig gemähten Grünfläche im Dorf und machen sie bestimmt nicht attraktiver. In wenigen Tagen wird sie für immer ruiniert sein, auch schon durch Öl oder Benzin. Ist das dann alles rechtens?“, fragte ein empörter Einwohner aus Klein Labenz. (Name liegt der Redaktion vor.) Wir gingen der Sache nach und fand am vergangenen Wochenende tatsächlich drei große Lkw im Ort parkend, allerdings nicht auf einer Wiese, sondern unmittelbar neben der Dorfstraße.

Vom Amt Neukloster-Warin war dazu zu erfahren: Der Fuhrunternehmer hat im Mai 2008 eine Wiese im Dorf von der Gemeinde für seine Fahrzeuge gepachtet. Um dort eine Auffahrt zu ermöglichen, wurden mit Genehmigung der Behörden zwei Bäume entfernt. Dafür erhielt der Fuhrunternehmer die Auflage, vier neue Bäume als Ausgleich zu pflanzen.

Die Pflege der Wiese wird nunmehr künftig nicht mehr von den Mitarbeitern des Wariner Bauhofes übernommen, dafür sei der Unternehmer als Pächter des Areals künftig selbst zuständig.
Bis die Grünfläche eingerichtet ist, parken die Lkw als Übergangslösung auf dem unbefestigten Randstreifen in Klein Labenz, erfuhr SVZ weiter.

Dieter Deutsch, Chef des Wariner Bauausschusses , war über das Interesse des Unternehmers an einer Fläche für seine Fahrzeuge in Klein Labenz informiert. Der jetzige Zustand sei eine Übergangslösung. Natürlich dürften seiner Meinung nach die Lkw nicht unmittelbar vor den Häusern parken und die Sicht der Anwohner behindern. Deutsch versprach, das Thema auf der Hauptausschusssitzung in dieser Woche zu behandeln. „Ich kümmere mich darum“, gab er sein Wort.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen