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Lübtheen : Brüggen: Ein Riese fährt seine Produktion hoch

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Es ist ein in der Öffentlichkeit meist unterschätzter Riese, der da am Rande Lübtheens mit seiner riesigen, blauen Produktionshalle liegt. Von der Firma "Brüggen" ist die Rede.

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erstellt am 14.Apr.2011 | 08:41 Uhr

Es ist ein in der Öffentlichkeit meist unterschätzter Riese, der da am Rande Lübtheens mit seiner riesigen, blauen Produktionshalle liegt. Von der Firma "Brüggen" ist die Rede, ein Unternehmen, das in der Griesen Gegend große, hochmoderne Kühlanhänger für Lkw baut. Mit aktuell 300 Beschäftigten ist die Firma mit Stammsitz in Friesland der mit Abstand wichtigste Arbeitgeber der Region. Und es soll weiter aufwärts gehen nach sehr harter Krise. Diese Aussicht eröffnete der Geschäftsführer der Firma Brüggen in Lübtheen, Wolfgang Wolke, Landrat Rolf Christiansen bei seinem jüngsten Ämterbesuch.

Die Trailerbranche gehört zu den am härtesten umkämpften Bereich im sowie so nicht zimperlichen Lkw-Markt. Wie hart es werden kann, hat gerade Brüggen schmerzlich erfahren. Denn fast zeitgleich mit der Fertigstellung des Riesenwerkes an traditionsreicher Stätte, brach die Nachfrage nach Kühltrailern ein, schlagartig. Am Tiefpunkt verließen das große Werk gerade einmal zwei Trailer pro Tag, die Zahl der Beschäftigten war auf 140 gesunken. Derzeit sind es 100 Trailer in der Woche, schon in den kommenden Tagen soll die Zahl der produzierten Einheiten auf 120 steigen, und zum Jahresende wird die Zahl von 150 Trailer in der Woche avisiert. Die Auftragsvorlauf liegt aktuell bei zehn Wochen und steigt weiter, die Nachfrage zieht in vielen Ländern Europas wieder an. Jetzt einfach die Produktion Vollbild Rich Text Eingabewieder hochzufahren, ist nicht so einfach, wie es sich liest. Allein die Optimierung der Anlagen, die ja noch nie unter Volllast liefen, fordert enormen Aufwand. Manches ist auch schon wieder ausgetauscht. Noch schwieriger ist es in einem anziehenden Arbeitsmarkt die passenden Arbeitskräfte zu finden, vor allem im Führungsbereich. "Ich könnte sofort zehn Ingenieure und Meister einstellen, wenn ich nur welche finden würde", berichtete Wolke dem Landrat. Seine Firma arbeitet inzwischen mit acht Leiharbeitsfirmen zusammen, um überhaupt an die benötigten Kräfte zu kommen. Ein Problem, die Lübtheener Region gilt für Auswärtige als nicht besonders attraktiv und hat auch noch mit relativ hohen Mieten zu kämpfen.

Christiansen, der sich das alles geduldig anhörte, versprach das Unternehmen verstärkt in die Arbeit der Wirtschaftsförderung des Landkreises einzubeziehen. Der zunehmende Mangel an Arbeitskräften sei ein ernstes Problem, das inzwischen viele Unternehmen beträfe. Das wichtigste Reservoir, aus dem man schöpfen müsse sei das der vielen Tausend Tagespendler aus dem Landkreis.

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