Neuer Eigentümer muss innerhalb der nächsten zwei Jahre investieren : Brüel hat die Stadthalle verkauft

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Die Stadt Brüel ist nicht mehr Eigentümer der Stadthalle. "Sie ist verkauft", erklärte Bürgermeister Goldberg. Am heutigen Montag soll die Übergabe an den neuen Eigentümer erfolgen.

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17. Oktober 2011, 09:33 Uhr

Die Stadt Brüel ist nicht mehr Eigentümer der Stadthalle. "Sie ist verkauft", erklärte Bürgermeister Jürgen Goldberg auf SVZ-Anfrage. Am heutigen Montag soll die Übergabe an den neuen Eigentümer erfolgen. Im September hatten die Brüeler Stadtvertreter grünes Licht für den Abschluss des Notarvertrages gegeben (SVZ berichtete). Der neue Eigentümer kommt aus dem Kreis Ludwigslust-Parchim.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre muss in die Stadthalle investiert werden", nennt Goldberg einen Passus im Vertrag. Ebenso sei der Stadt wichtig, dass die Halle auch weiterhin für kulturelle Zwecke für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht, gegen ein Entgelt, versteht sich. Auch das sei schriftlich fixiert worden. In der Stadthalle gebe es einen großen Investitionsbedarf, weiß der Bürgermeister.

Die Brüeler Stadthalle war in den 1920er-Jahren als Schützenhaus gebaut worden. Ab den 1960er-Jahren war sie dann Kulturhaus bis zum Jahr 2000. Aufgrund der angespannten Haushaltslage konnte die Stadt Brüel die Immobilie nicht mehr selbst bewirtschaften. Sie suchte neue Betreiber, schrieb die Immobile zum Verkauf aus und vermietete sie zeitweise. Weitere Investitionen blieben aus, nicht aber die jährliche, nicht unerhebliche Belastung für die Stadt durch die Betriebskosten. Zum Schluss stand die Halle leer, wenn auch vereinzelt noch Veranstaltungen durch den Verein kulturstern durchgeführt wurden.

Bewegung ist ebenso in eine zweite Immobilie gekommen. "Die alte Großbäckerei in der Bahnhofstraße wird entkernt", sagte der Bürgermeister. Anschließend erfolgt der Gesamtabriss. Die dann entstandene Fläche dürfte aufgrund der Lage interessant sein, auch für die Wohnbebauung, so Jürgen Goldberg. Die schon lange leer stehende Immobilie ist Eigentum des Bundes. Bereits vor drei Jahren hatte die Stadt einen Antrag an die Oberfinanzdirektion gestellt, die Fläche zu beräumen und auf die Einleitung von Sicherungsmaßnahmen gedrängt. "Als Antwort wurde uns mitgeteilt, dass dass Objekt beräumt werden soll, wenn es nicht zu vermarkten sei", erklärte Goldberg. Nun hat zumindest die Entkernung begonnen.

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