Crivitz : Brückenbau einen Monat im Verzug

Die Widerlager für die neue Eisenbahnbrücke stehen, der Überbau soll am Wochenende des vierten Advents eingesetzt werden - wenn das Wetter mitspielt. Werner Mett
Die Widerlager für die neue Eisenbahnbrücke stehen, der Überbau soll am Wochenende des vierten Advents eingesetzt werden - wenn das Wetter mitspielt. Werner Mett

Der Winter ist da. Die Bauleute aber auch noch: Denn der ehrgeizige Zeitplan beim Neubau der Eisenbahnbrücke in der Trammer Straße von Crivitz konnte nicht eingehalten werden.

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02. Dezember 2010, 11:48 Uhr

Ursprünglich sollte die neue Brücke Ende November eingesetzt werden. Das ist jetzt für die Tage um den vierten Advent (16. bis 20. Dezember) vorgesehen.

Doch dieser Termin steht nicht hundertprozentig fest. Der genaue tech no lo gische Ablauf sei noch zu klären und auch der Wetter müsse mitspielen, hieß es nach der Beratung von Vertretern des Baubetriebes, der Bahn und der Verkehrsbehörden Anfang dieser Woche.

Klar ist, dass es für das Auflegen der eigentlichen Brücke auf die neu errichteten Widerlager zu einer Vollsperrung der Trammer Straße kommen muss. Die Verkehrsbehörden des Landes und des Kreises Parchim bestehen darauf, dass die Vollsperrung nur für einen kurzen Zeitraum gelten darf: Schließlich muss der Schulbusverkehr durch die Trammer Straße geleitet werden. Wenn die letzten Details geklärt sind, wird der Landkreis Parchim kurzfristig über die Verkehrsregelung entscheiden. Die ohnehin für Lkw geltende Umleitungsstrecke über Sukow und die B 321 wird den meisten Verkehr aufnehmen müssen. Das Wohngebiet an der Trammer Straße (der so genannten Vogelberg) soll nicht belastet werden.

Auch bei der Ola-Bahn wird auf die Festlegung des genauen Bau termins gewartet. Denn ohne die jetzt genutzte Behelfsbrücke können natürlich keine Züge von Schwerin bis Parchim rollen. Für die Zeit der Sperrung ist vorgesehen, dass die Regionalzüge zwischen Schwerin und Crivitz pendeln. Zwischen Crivitz und Parchim fahren Busse im Schienenersatzverkehr.

Der Neubau der Eisenbahnbrücke war notwendig, weil die alte verschlissen war. Zu Beginn des Jahres musste sogar kurzfristig ein Provisorium aufgestellt werden. Damals spielte das Wetter nicht mit, so dass der Termin mehrfach verschoben wurde. Das Provisorium wiederum wurde Anfang August durch die Behelfsbrücke ersetzt, damit der Brückenneubau erfolgen konnte.

Der rund eine Million Euro teure Neubau ist Teil des Streckenausbaus zwischen Schwerin und Parchim. Im Sommer wurde dieses zehn Millionen Euro umfassende Projekt genehmigt. Auf der 45 Kilometer langen Strecke sollen ab 2014 Züge dann auch mit Tempo 100 fahren können.

Die neue Brücke in der Trammer Straße bildet auch die Voraussetzung für einen besseren Verkehrsfluss auf der Landesstraße von Crivitz in Richtung Lewitz. Hier sollen zwei Fahrbahnen für den Straßenverkehr sowie auf jeder Seite Wege für Fußgänger bzw. Radfahrer errichtet werden. Und auch die bisherige Höhenbegrenzung für Lkw entfällt: Unter dem neuen Bauwerk ist 4,50 Meter Platz.

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