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Brandstiftung in Rostocker Hochhaus

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erstellt am 20.Aug.2010 | 07:16 Uhr

Rostock | Nachdem ein Feuer die Bewohner eines zwölfgeschossigen Hochhauses im Blockmacherring gestern Morgen aus dem Schlaf gerissen hat, ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass die Täter nicht nur abgelagerte Gegenstände vor einer Wohnungstür in der zweiten Etage entflammten. „An zwei weiteren Wohnungstüren, im Keller und vor der Fahrstuhltür gab es ebenfalls Feuerstellen“, sagt Yvonne Burand, Sprecherin der Polizeidirektion Rostock.

Um 4.15 Uhr alarmiert ein Mieter über Notruf Polizei und Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot von mehr als 40 Einsatzkräften zum Brandort in Groß Klein fahren. „Als unsere Leute vor Ort ankamen, brannten im Flur des ersten Obergeschosses mehrere Türrahmen und ein Sofa“, sagt Olaf Schulz, Abteilungsleiter Einsatzvorbereitung bei der Rostocker Feuerwehr.

Rauchschwaden breiten sich über Querverbindungen zwischen den beiden Aufgängen rasch im ganzen Gebäude aus. Innerhalb von wenigen Minuten können die Einsatzkräfte den Brand löschen. Den Rauch saugen sie mit entsprechenden Aggregaten ab. Eine Evakuierung der Mieter ist nicht notwendig. Ein Bewohner klettert über ein Vordach ins Freie. Von dort holen Feuerwehrleute ihn mit einer Leiter herunter.

Wie sich bei einer anschließenden Kontrolle herausstellt, ist niemand verletzt worden. „Das haben wir auch den Türen zu verdanken, die besonderen brandschutztechnischen Anforderungen entsprechen und die Bewohner zirka 30 Minuten vor Feuer und Rauch schützen“, sagt Schulz. Der Sachschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt.

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