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Brandstifter halten Schelfstadt in Atem

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erstellt am 31.Mai.2010 | 07:27 Uhr

Schwerin | Treibt wieder ein Feuerteufel sein Unwesen in Schwerin? In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei sechs Brände vor allem in der Schelfstadt. Papiercontainer und ein Holzschuppen brannten, sogar in der Schelfkirche gab es Feuer. "Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, insgesamt entstand aber ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro", sagt Niels Borgmann, Sprecher der Polizeidirektion Schwerin. Die Kriminalpolizei schließe aufgrund zeitlicher und örtlicher Nähe einen Zusammenhang zwischen den Taten nicht aus.

Am Sonntag musste die Feuerwehr gleich zu mehreren Bränden ausrücken. Gegen 13.30 Uhr brannte ein Papiercontainer am Schweinemarkt, welcher durch die Feuerwehr gelöscht wurde. Nur zehn Minuten später, gegen 13.40 Uhr, wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Brand eines Holzschuppens auf einem Hinterhof am Bürgermeister-Bade-Platz gerufen. Polizeisprecher Borgmann: "Die Feuerwehr löschte diesen Brand, bevor er auf das angrenzende Mehrfamilienhaus übergreifen konnte." Aus diesem Haus mussten mehrere Personen vorbeugend evakuiert werden.

Gegen 14.10 Uhr brannten in der Apothekerstraße mehrere Papiertonnen im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses. Auch dieses Feuer wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Zu einem weiteren Feuer kam es um 15.10 Uhr in der Röntgenstraße. "Hier brannte ein Haufen Werbebroschüren in einem Treppenhaus", berichtet Niels Borgmann. Das Feuer sei aber von selbst erloschen, so dass die Feuerwehr nicht zum Einsatz gekommen sei.

Sonntagabend brannte es in der Paulsstadt. Zeitungspapier stand gegen 21.45 Uhr in einem Hausflur in der Clara-Zetkin-Straße in Flammen. Das Feuer wurde durch die Anwohner gelöscht. "Die Polizei prüft, ob auch dieser Brand im Zusammenhang mit den Bränden in der Schelfstadt steht", sagt Borgmann. Bereits am Freitag hatte es in der Schelfkirche gebrannt. Hier hatten unbekannte Täter gegen 19.20 Uhr eine auf dem Altar der Kirche liegende Decke angezündet. Borgmann: "Passanten bemerkten das Feuer und löschten es. Der Altar wurde leicht beschädigt."

Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen Brandstiftung gegen Unbekannt. Der Einsatz eines Fährtenhundes blieb ohne Erfolg. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst der Polizei unter Telefon 0385-20 70 22 22 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Niels Borgmann: "Wir ermitteln mit Hochdruck. Denn selbst ein angezündetes Blatt Papier kann schnell zu einem Großbrand führen, bei dem Menschen zu Schaden kommen."

Eine Brandeserie hielt bereits im Sommer 2007 vor allem Anwohner der Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz in Atem. Aber auch in der Innenstadt hatte der Feuerteufel damals zugeschlagen. Mehr als 30 ausgebrannte Wertstoff-Behälter gingen auf das Konto des Täters oder der Bande. In der Anne-Frank-Straße sowie in der Pilaer Straße standen sogar jeweils ein Auto in Flammen, zwei weitere Fahrzeuge wurden durch die Hitze stark beschädigt. Der Sachschaden belief sich damals auf mehrere zehntausend Euro. Der oder die Brandstifter konnten nicht gefasst werden.

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