Altreifen entflammt/Gartenlauben zerstört : Brandserie hält Feuerwehr in Atem

Meterhohe Flammen: Mit Schaum können die Brandbekämpfer die Flammen ersticken.Ostseewelle/ Alexander Stuth
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Meterhohe Flammen: Mit Schaum können die Brandbekämpfer die Flammen ersticken.Ostseewelle/ Alexander Stuth

Brandserie in Rostock: Gleich zweimal musste die Rostocker Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch nach Schmarl und Reutershagen ausrücken. Grund dafür: Ein Reifenlager und zwei Gartenlauben brannten lichterloh.

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09. Februar 2011, 07:55 Uhr

Rostock | Brandserie in Rostock: Gleich zweimal mussten die Einsatzkräfte die Rostocker Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch nach Schmarl und Reutershagen ausrücken. Grund dafür: Ein Reifenlager und zwei Gartenlauben brannten lichterloh. Wie es zu den Feuern kam, ist bisher noch unklar. Verletzt wurde niemand. In beiden Fällen kann die Polizei Brandstiftung nicht ausschließen. Die Ermittlungen dauern an.

Auf seiner nächtlichen Rundtour durch das Schmarler Industriegebiet stieg dem Fahrer eines mobilen Sicherheitsdienstes ein verschmorter Geruch in die Nase. Von der Straße aus, konnte er erkennen, wie der Rauch in die Höhe stieg. Um 2.35 Uhr bei dem Reifenlager und -handel der Firma Helms in der Hundsburgallee angekommen, konnte er das ganze Ausmaß erst richtig erkennen. Auf dem Betriebshof brannte ein oben offener Stahlcontainer voller Altreifen. Meterhoch schlugen die Flammen empor.

Wenige Augenblicke später waren die Brandbekämpfer vor Ort. Unter Einsatz von schwerer Atemschutztechnik erstickten die Einsatzkräfte die Flammen mit Schaum. "Sie konnten das Feuer relativ zügig löschen", sagt Yvonne Burand, Sprecherin der Rostocker Polizeidirektion. Die benachbarte Heizungsanlage wurde durch von dem Brand in Mitleidenschaft gezogen. "Durch die starke Hitzeentwicklung wurde der Gastank der Anlage beschädigt", so Burand. Das Hauptgebäude der Lagerfirma blieb unbeschädigt.

Funken schlagen auf zweite Laube über

Unmittelbar bevor die Brandbekämpfer abrücken wollten, ging gegen 4.30 Uhr eine weitere Meldung in der Feuerwehrleitstelle ein. Dieses Mal hatte eine hölzerne Laube des Kleingartenvereins "Immendiek" im zwei Kilometer entfernten Reutershagen Feuer gefangen. Funken schlugen auf ein direkt dahinter stehendes Gartenhaus über, sodass es ebenfalls entbrannte. Als die Löschtrupps in Reutershagen ankamen, war die erste Laube nicht mehr zu retten. "Sie wurde vollständig zerstört und die zweite erheblich beschädigt", sagt Polizeisprecherin Burand. Während der Löscharbeiten musste die angrenzende Hamburger Straße zunächst voll und dann halbseitig gesperrt werden. Erst zum Berufsverkehr gegen 7.30 Uhr konnte die Polizei die Straße wieder freigeben. In der gleichen Zeit flammte der Container mit Altreifen in Schmarl kurzzeitig wieder auf. Die Feuerwehr konnte den Brand aber in wenigen Minuten endgültig ersticken.

Da die Polizei in beiden Fällen Brandstiftung oder einen technischen Defekt nicht ausschließen könne, haben sie die Ermittlungen aufgenommen, so Burand. Gleichzeitig werde geprüft ob ein Zusammenhang zwischen den zwei Brandherden bestehe. Im Laufe des gestrigen Tages untersuchten Sachverständige und Ermittler der Kriminalpolizei die beiden Plätze. Die Höhe des Schadens ist bisher nicht bekannt. "Ein Gutachter ermittelt noch den ursprünglichen Wert der Laube und des Reifenlagers", sagt die Sprecherin.

In den vergangenen Wochen wurden in unregelmäßigen Abständen Mülltonnen entzündet und in Hochhauskellern gezündelt sowie Autos abgefackelt. Schon einmal ist im April 2010 das in Dierkow ansässige Reifenlager Euromaster angezündet worden. Neben einer Wartungshalle brannten ein Lastwagen und eine Zugmaschine im Wert von 500 000 Euro aus.


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