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Kriminalpolizei aus Lüneburg ermittelt : Brandanschlag auf Haus des Gastes

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Manfred Ruffing und seinen Mitarbeitern steht der Schock noch ins Gesicht geschrieben. In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag wurde auf das Haus des Gastes ein Brandanschlag verübt.

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erstellt am 14.Jun.2011 | 07:14 Uhr

Neuhaus | Manfred Ruffing und seinen Mitarbeitern steht der Schock noch ins Gesicht geschrieben. In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag wurde auf das Haus des Gastes ein Brandanschlag verübt. Ein oder mehrere unbekannte Täter hatten eine Papiertonne und eine Mülltonne von ihrem Platz bis hin in eine Ecke gezogen, wo der hölzerne Anbau des Wintergartens an das Haus grenzt. Hier wurden die Tonnen in Brand gesetzt und die Flammen schlugen schnell auf den Anbau und auf das Gebäude selbst über. Fensterscheiben zerplatzten, auch einige Balken des denkmalgeschützten Hauses fingen Feuer und brannten.

Das Haus ist mit einer Feuermeldeanlage versehen, die im Ernstfall in der Feuerwehrleitstelle einläuft. So konnte die Neuhauser Feuerwehr schnell alarmiert werden. Der Alarm ging um 2.47 Uhr ein. Es hatte in der Vergangenheit schon mehrmals einen Fehlalarm gegeben, deshalb rückte die Feuerwehr zunächst mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug aus. Doch schnell war der Ernst der Lage klar und schnell wurde mit den Löscharbeiten begonnen. "Es ist mir ein ganz wichtiges Anliegen, der Feuerwehr für ihr schnelles und professionelles Eingreifen zu danken, wer weiß, was sonst noch alles passiert wäre", ist Manfred Ruffing nur dankbar für die Hilfe.

Auch das Brandmeldesystem hat top funktioniert. "Jetzt wissen wir, warum wir jährlich rund 3000 Euro für das System ausgeben müssen. Ohne das Brandmeldesystem wäre das Haus möglicherweise vollständig abgebrannt ", so Manfred Ruffing. Das Haus des Gastes ist ein historisch wertvoller und aufwendig sanierte Bau, für den solch eine Anlage vorgeschrieben ist. Auch noch in der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen waren zwei Beamte der Kriminalpolizei Lüneburg gekommen, die den Ort des Geschehens als beschlagnahmten Tatort bezeichneten, den keiner betreten dürfe. Abgesperrt wurde aber nicht.

Nachdem die Feuerwehr - sie war mit 29 Einsatzkräften vor Ort - mittels Luftdruck auch noch den auch Rauch aus dem Gebäude gedrückt hatten, begannen Ruffing und seine Mitarbeiter mit Sicherungsmaßnahmen. Löschwasser wurde aufgenommen, damit das Linoleum nicht zu sehr aufquillt, ein großes Fenster wurde provisorisch verschlossen. Kripo und Feuerwehr gehen von einem Schaden von 60 000 bis 70 000 Euro aus. Die Touristen-Info war gestern schon wieder geöffnet, obwohl in dem beißenden Gestank nicht gut arbeiten war, aber die Veranstaltungen der nächsten Zeit müssen ausfallen. Auch Trauungen können wohl vorerst hier nicht mehr durchgeführt werden. Was in diesem Zusammenhang Angst macht ist, dass vor kurzem am Schulzentrum ein Auto angezündet und eine Scheune auf der Gülze angesteckt wurde. Alle Taten sind nicht als Dummer-Jungen-Streich einzuordnen, sondern erforderten ein gerüttelt Maß an krimineller Energie.

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