Brand in Plate: 17 Menschen gerettet

Der brennde Carport wurde gelöscht, ein Übergreifen des Feuers verhindert. Bölsche
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Der brennde Carport wurde gelöscht, ein Übergreifen des Feuers verhindert. Bölsche

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12. September 2010, 03:23 Uhr

Plate | Ein Brand in Plate sorgte am Sonnabendabend für einen Feuerwehr-Großeinsatz. 74 Kameraden aus sechs Wehren - Mirow, Banzkow, Crivitz, Sukow, Goldenstädt und Plate - sowie der Rettungszug des DRK waren im Einsatz, um einen brennenden Carport zu löschen, das Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude für altersgerechtes Wohnen zu verhindern. 17 Personen mussten zeitweilig evakuiert werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei ermittel wegen Brandstiftung.

Wenige Minuten vor 21 Uhr war das Feuer in einem Carport ausgebrochen. Das Gefährliche an der Situation: Der Schuppen grenzte direkt an zwei Wohnhäuser, die ebenfalls von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

"Wir haben umgehend mehrere Personen aus ihren Wohnungen evakuiert und in der Turnhalle untergebracht, die sich in unmittelbarer Nähe befindet", sagte Bürgermeister Hans Bauer, der sehr schnell am Einsatzort war. "Es stehen weitere Notunterkünfte zur Verfügung. Das Trendhotel in Banzkow hat sich sofort bereit erklärt, Personen aufzunehmen. Wir haben gerade freie Ferienwohnungen, die wir auch nutzen können", erklärte der Bürgermeister vor Ort. Zur Sicherheit der Senioren wurde der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK in Bereitschaft versetzt. Die Teams von den Rettungstransportwagen des DRK kümmerten sich um die Evakuierten, verabreichten auch Medikamente.

Unterdessen hatten die Feuerwehrleute den brennenden Carport rasch gelöscht, die Einsatzleitung forderte dennoch die große Drehleiter aus Crivitz an. "Damit kommen wir an die Giebel und die Dachkonstruktion der Nachbargebäude heran", so der Einsatzleiter. Die Entscheidung erwies sich als richtig. Mit Wärmebildkameras wurden Glutnester im Giebel entdeckt. Das Dach wurde an diesen Stellen aufgenommen, die Schwelbrände abgelöscht.

Gegen Mitternacht endet der Einsatz. 15 der Evakuierten konnten wieder in ihre Wohnungen, zwei zogen vorübergehend die bereitgestellten Ferienwohnungen, da ihre eigenen Räume durch Rauch und Löschwasser unbewohnbar wurden. Der Sachschaden beträgt etwa 110 000 Euro.

Zur Ermittlung der Brandursache hat die Kripo ihre Arbeit aufgenommen, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

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