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22. September 2017 | 11:45 Uhr

Brand am Western Saloon in Kukuk

vom

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2010 | 05:38 Uhr

Kukuk/Dabel | Das Domizil der Line-Dancer in Kukuk, der Western Saloon, steht am Dienstagabend in Flammen. Wenig später brennt eine Holzmiete in Dabel.

Es ist 20.44 Uhr, als in Hohen Pritz, Dabel und Sternberg die Sirenen ertönen und die Kameraden in ihre jeweiligen Gerätehäuser eilen. "Feuer in Kukuk" heißt es in der Alarmierung. Nachbar Karl-Heinz Stübe hat das Feuer an der Gaststätte bemerkt, als er die Toilette aufsuchte und sofort den Alarm ausgelöst.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintreffen, schlagen die Flammen bereits aus dem Dachstuhl an der Giebelseite. Es ist die Gaststätte "Western Saloon - Wild West". Zum Glück sind keine Menschen in Gefahr.

Die Kameraden aus Dabel nutzen sofort ihre gute Technik und richten den Monitor (eine Art Wasserwerfer) auf ihrem Fahrzeug auf die Flammen. "Das war eine sehr gute Lösung, so wurden die Flammen schnell gelöscht", sagte später Eckardt Meyer von der Sternberger Wehr.

Derweil wird die Wasserstrecke aufgebaut und das Löschwasser von einem örtlichen Hydranten geholt. Dennoch gehen die Kameraden sehr behutsam vor. "Nur so viel Wasser wie nötig, auf keinen Fall wie möglich!", lautet die Devise. "Oftmals beeinträchtigt der Wasserschaden andere Räumlichkeiten erheblich und das muss ja nicht sein", sagt Frank Werner von der Dabeler Wehr. Insgesamt sind 35 Kameraden im Einsatz.

Von der Drehleiter aus wird der Giebel des Hauses untersucht, während andere Kameraden unter Atemschutz von der anderen Giebelseite das Dachgeschoss betreten. Erleichterung bei den Einsatzkräften: Das Feuer ist nicht im Inneren des Gebäudes. "Dieses entstand eindeutig von außen, an der linken Giebelseite", sagt Meyer. Die Polizei schließt Brandstiftung zunächst nicht aus. Am folgenden Tag bei erneuten Untersuchungen in Kukuk entdecken Polizisten eine verschmorte Telekommunikationsverteilerdose. Ihr Defekt könnte den Brand verursacht haben.

Das Feuer ist relativ schnell gelöscht, die Holzverschalung am Haus, die stark in Mitleidenschaft gezogen ist, wird entfernt, damit sich keine Glutnester dort halten können. Insgesamt, so hieß es vor Ort, wird der Schaden auf etwa 20 000 Euro geschätzt.

Fassungslos beobachtet Elke Beyer das Treiben der Feuerwehr. Die Inhaberin des Western Saloons kann es kaum fassen. Ihr bleibt der Trost, dass das Feuer auf den Giebel beschränkt bleibt. Froh ist sie, dass der Nachbar das Feuer rechtzeitig bemerkte und die Feuerwehr schnell handelte. "Mittwoch ist planmäßig geschlossen und ab Donnerstag kann ich wieder öffnen", sagt sie. Auch Eckardt Meyer ist erleichtert. "Nur wenige Minuten später und wir hätten das Feuer kaum zu halten bekommen. Dann wären die Flammen auf den Dachstuhl übergegriffen und auch Nachbarhäuser in Gefahr gewesen", sagt er.

Kurz nach 22 Uhr können die Kameraden abrücken. Doch kaum sind die Dabeler wieder zu Hause und wollten die ersehnte Nachtruhe antreten, als um 23.38 Uhr erneut die Sirene ertönt. "Gab es doch noch Glutnester in Kukuk und das Feuer ist erneut ausgebrochen", ist der erste Gedanke. Doch diesmal brannte es in Dabel. In der Johannes-R. Becher Straße brannte wieder einmal die Holzmiete. Hier hat der mutmaßliche Feuerteufel wieder sein Werk getan. In den vergangenen Monaten hatte es dort bereits mehrfach gebrannt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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