zur Navigation springen

Gefundener Seeadler bei Groß Molzahn : Bleivergiftung: Adler kehrt nicht zurück

vom

Der von einem Jäger gefundene Seeadler bei Groß Molzahn wird nicht in die Freiheit zurückkehren können. Das Tier musste in einer Tierklinik in Berlin eingeschläfert werden. Es hat eine Bleivergiftung.

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2011 | 11:04 Uhr

Der von einem Jäger gefundene Seeadler bei Groß Molzahn wird nicht in die Freiheit zurückkehren können. Das Tier musste in einer Tierklinik in Berlin eingeschläfert werden. Es hatte nach Angaben von Fachleuten eine Bleivergiftung und wies zudem eine ältere Verletzung im Brustbereich auf, die bereits von Bakterien befallen war.

Der Adler mit einer Flügelspannweite von mehr als zwei Metern war Ende Februar von dem Jäger Ralf Maaß bei Groß Molzahn entdeckt worden. "Der Adler war derart geschwächt, dass er nicht mehr fliegen konnte", sagte Maaß. Noch am selben Tag brachte der Jäger dem Vogel Fleischreste. Versuche, den Adler einzufangen, um ihn zu einem Tierarzt bringen zu können, scheiterten zunächst. Am Dienstag vergangener Woche hatte Maaß mehr Glück, brachte den Adler zu sich nach Hause. Von dort wurde der Seeadler in den Schweriner Zoo und wenig später in eine Berliner Tierklinik gebracht.

Das Blei hatte der Seeadler vermutlich über die Nahrungskette aufgenommen. Jäger wie Ralf Maaß appellieren seit langem, nicht mehr mit Bleischrot auf Tiere zu schießen. In den vergangenen Jahren waren in MV mehrfach Adler verendet, die eine Bleivergiftung aufgewiesen haben sollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen