Bittere 25:34 Heimniederlage für Post Schwerin

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13. März 2008, 05:01 Uhr

Schwerin - Handball-Zweitligist SV Post Schwerin hat vor 1090 ZUschauern sein gestriges Heimspiel gegen Bundesliga-Aufstiegsaspirant Eintracht Hildesheim mit 25:34 (14:19) verloren. Nach dem 28:40 am Sonnabend in Ahlen war es die zweite klare Post-Schlappe innerhalb weniger Tage.

"Das wird ein ziemlicher Krampf ", hatte Posts Co-Trainer Holger Antemann schon vor dem Anpfiff befürchtet angesichts der Versehrtenabteilung, die die Hausherren gestern Abend gegen den Tabellenzweiten Eintracht Hildesheim aufbieten musste. Ronald Bahr (Infekt), Daniel Pankofer (Leistenprobleme) und Aurel Witt (blaues Knie) waren aber wenigstens dabei, während Lars Klüttermann mit Grippe völlig flachlag.

Doch das wollte Antemann nicht gelten lassen: "Dann müssen eben andere über sich hinauswachsen. Mal schaun."

So viel allerdings bekamen der ehemalige Kreisläufer und sein Chef Norbert Henke nicht zu sehen. Bevor Routinier Bahr nach 0:2-Rückstand in der 5. und 6. Minute zwei Post-Konter erfolgreich zum 2:2 abschloss, hatten die Gastgeber sich schon ein Zeitspiel geleistet und dreimal verworfen, zunächst Aurel Witt und dann gleich zweimal Sven Thormann. Dem 25-Jährigen hatte man offenbar einen gebrauchten Tag angedreht. Immer wieder warf er ohne Not aus recht aussichtslosen Positionen. Am Ende kamen zwei Tore, davon noch ein Siebenmeter, aber fünf Fahrkarten auf sein Konto.

Insgesamt leistete sich Post - neben zehn technischen Fehlern - sogar 26 (!) Fehlwürfe. Über einen war Trainer Henke besonders sauer: "Da haben wir uns vom 4:7 (11. Min. - d. A.) auf 8:9 (17. - d. A.) herangekämpft. Wir haben wieder eine Chance und eine Stimmung in der Halle wie beim Sieg gegen Burgdorf - und dann wird, statt konzentriert zu spielen, ohne Sinn und Verstand geballert …"

Die Hildesheimer, die sicherlich nicht überragend agierten, aber ihr Pensum abgeklärt her unterspielten, enteilten binnen einer Minute auf 11:8 und lagen zur Pause mit 19:14 klar vorn.

Dass sie gleich nach Wiederanpfiff ihr Polster weiter ausbauen konnten, lag auch daran, dass Michael Hoffmann Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit Daniel Pankofer in den Wurfarm gegriffen hatte. "Für mich eine klare rote Karte", sagte Post-Präsident Peter Rauch, langjähriger DDR-Oberligaspieler und Bundesliga-Referee.

Hoffmann erhielt indes nur zwei Minuten. Pankofer aber musste mit einer Ellbogenverletzung ausscheiden.

Von dieser Schwächung erholten sich die Postler nicht mehr, zumal auch Bahr nicht richtig auf Betriebstemperatur kam und bis zur 44. Minute brauchte, um zum 18:26 seinen dritten von letztlich fünf Treffern beizusteuern. Da half auch nicht mehr, dass Ingo Heinze siebenmal erfolgreich war.

Die Gäste zogen bis auf 26:16 (42.) davon und nahmen anschließend mit Sven Lakenmacher, Dimitrios Tzimourtos und Markus Wagesreiter drei ihrer Besten aus der Partie. Doch auch gegen die zweite Reihe kam Post nicht mehr näher als auf zwischenzeitlich acht Tore heran und musste sich beim bestens aufgelegten Torwart Milos Putera bedanken, dass es nicht noch happiger wurde als 25:34.

Post: Putera (16 Par.), S. Prothmann (35. - 40.) - Wild 3, Witt 1, Rauch 2, J. Prothmann 1/1, Finkenstein 2, Bahr 5, Heinze 7, Zufelde, Thormann 2/1, Pankofer 2.

Hildesheim: Vaskevicius (22 Par.), Stange (53. - 60.), Trinks (für einen 7-m) - Lakenmacher 4/1, Tzimourtos 3, Nikolov 8, Hoffmann 8, Hairston, Gorpishin 1, Anton 2, Limberg 2, Wagesreiter 4, Kreckler, Kaluzynski 2.

SR: Dedens/Geckert (Magdeburg). 7m: 4/2 : 1/1. Strafmin.: 4 (Wild, Heinze) : 2 (Hoffmann)

Spielfilm: 0:2 (4.), 2:2 (6.), 2:4 (7.), 4:7 (11.), 6:7 (15.), 8:9 (17.), 8:11 (18.), 11:13 (22.), 11:15 (24.), 12:17 (26.) 14:19 (Halbzeit), 14:21 (35.), 16:23 (39.), 16:26 (42.), 18:26 (44.), 20:28 (50.), 22:30 (54) 24:32 (58.) 25:33 (59.), 25:34 (Endstand).

Weiter spielten gestern: Stralsunder HV - Dessau-Roßlauer HV 41:27 (19:13).

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