Bislang geringe Beteiligung an Schweriner Oberbürgermeisterwahl

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14. September 2008, 03:14 Uhr

Schwerin - Die Wahl des neuen Oberbürgermeisters in Schwerin stößt offenbar nur auf geringes Interesse. Wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte, lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 24,7 Prozent. Der Chef der Stadtverwaltung, Wolfram Friedersdorff (Linke), rief daher die Bürger auf, bis zum Abend von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr.

Rund 80 000 Schweriner sind aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Zur Wahl treten sieben Kandidaten an. Gesucht wird ein Nachfolger von Norbert Claussen (CDU), der am 27. April per Bürgerentscheid von seinem Posten abberufen worden war. Er war vor allem wegen seines Krisenmanagements im Fall der verhungerten fünfjährigen Lea-Sophie in die Kritik geraten. Seitdem führt Friedersdorff die Geschäfte.

Für die Linke kandidiert die Landtagsabgeordnete Angelika Gramkow, für die SPD der frühere Innenminister Gottfried Timm. Von der CDU hat sich der parteilose Unternehmer Hans-Peter Kruse aufstellen lassen.

Für die Wählergemeinschaft der Unabhängigen Bürger geht der Gastronom Frank-Peter Krömer ins Rennen. Als Einzelkandidaten treten der Busunternehmer Andreas Helms, der Diplomingenieur Volker Goebel sowie Fred Kriebel an. Der Kandidat der rechtsextremen NPD für den Schweriner Oberbürgermeisterposten war vom Landeswahlausschuss für die Wahl nicht zugelassen worden.

Gewählt ist der Kandidat, der die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Erreicht kein Bewerber dieses Quorum, findet in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt. Zum Oberbürgermeister ist gewählt, wer dann die meisten gültigen Stimmen erreicht. Eine Stichwahl am 28. September gilt als wahrscheinlich.

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