Biosprit-Pläne gescheitert

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03. April 2008, 10:42 Uhr

Berlin - Vielen Fahrern älterer Autos bleiben höhere Tankkosten durch mehr Biosprit im Benzin voraussichtlich erspart. Die Pläne von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Verdoppelung des
Bioethanol-Anteils im Benzin auf zehn Prozent stehen vor dem Aus, da nach Schätzungen der Autobranche mehr als eine Million Fahrzeuge den Sprit nicht vertragen. Die Bundesregierung will verhindern, dass zu viele Autofahrer Mehrkosten haben, weil sie teureren Sprit tanken müssen. Der Parlamentarische Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD) rechnet damit, dass die Pläne zunächst vom Tisch sind.

Wenn zu viele Autofahrer statt Benzin Super tanken müssten und mit zusätzlichen Kosten belastet würden, „dann gehen wir davon aus, dass diese Verordnung nicht in Kraft treten kann“, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. Diese sozialen und wirtschaftlichen Folgen seien „für uns wichtig“. Gabriel will die Verordnung stoppen, wenn die Marke von einer Million Autos erreicht ist. Staatssekretär Müller sagte dem RBB-Inforadio, er gehe davon aus, dass diese Zahl erreicht werde.

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