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Produzenten können Nachfrage kaum befriedige : Bio-Eier werden in Schwerin knapp

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Nach dem Dioxin-Skandal in konventionell produzierten Eiern und Fleisch wechseln viele Verbraucher jetzt zu "Bio". In den Schweriner Bio-Märkten boomt das Geschäft

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2011 | 11:23 Uhr

Durchschnittlich werden dreimal so viele Eier verkauft wie an normalen Tagen.
Auch die Nachfrage nach Fleisch nimmt zu. Zum Teil kommen die Produzenten der Region mit ihren Lieferungen nicht mehr nach.

"Wir Bio-Bauern frohlocken nicht, weil es unseren Kollegen in den konventionellen Betrieben jetzt an den Kragen geht", betont Georg Wilhelm Jahn vom Hof Medewege. Er kann deren Frust gut nachempfinden. "Wie soll sich ein Landwirt denn schützen vor den Betrügereien der Industrie? Die Bauern können nicht die Zulieferer der Zulieferer kontrollieren." Die größte Macht gegen diese teils kriminellen Machenschaften habe seiner Ansicht nach der Verbraucher. Der müsse allerdings auch bereit sein, für gutes Essen gutes Geld auszugeben.

Knapp 400 Eier verkauft der Hofladen in Groß Medewege derzeit an Spitzentagen, manchmal sind die Stiegen sogar leer. Produziert werden die Eier gleich nebenan. 450 Hühner legen auf dem Biohof täglich rund 300 Eier. "Leider ist eine Herde schon sehr alt und muss bald geschlachtet werden", sagt Claudia Weiß. "Unser Eier-Engpass wird in den nächsten Tagen noch kommen."

Ob die Bio-Bauern indes auch langfristig etwas vom aktuellen Boom haben werden, ist noch nicht raus. Erfahrungsgemäß werden nur einige der Panik-Käufer auch Stammkunden. mara

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