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Umstrittener Biosprit E10 : Bio-Anteil ist Ländersache

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Bundesumweltminister Röttgen will am umstrittenen Biosprit E10 festhalten. Angesichts des Chaos bei der Einführung will man am Dienstag bei einem "Benzin-Gipfel" nach Auswegen suchen.

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erstellt am 05.Mär.2011 | 11:45 Uhr

Berlin/Brüssel | Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will trotz Absatzkrise und Millionen verunsicherter Autofahrer am umstrittenen Biosprit E10 festhalten. Angesichts des Chaos bei der Einführung will die Bundesregierung zusammen mit der Auto- und Tankstellenbranche am Dienstag bei einem "Benzin-Gipfel" nach Auswegen suchen.

Dabei wird man auch auf die Ursachen für das Chaos zu sprechen kommen. Eine Vorschrift der Europäischen Union, wonach in Treibstoffen zehn Prozent Ethanol oder Biodiesel enthalten sein müssen, gibt es jedenfalls nicht. Die einzelnen Mitgliedstaaten können selbst entscheiden, wie hoch der Bio-Anteil sein soll: "Das kann sich zwischen null und maximal zehn Prozent bewegen", sagte ein Sprecher der EU-Kommission gestern in Brüssel. Die sogenannte "Biosprit-Richtlinie" von 2009 legt aber fest, dass bis 2020 zehn Prozent der im Transportsektor verbrauchten Energie erneuerbar sein muss. "Wie sie das erreichen, können die Regierungen selbst entscheiden. Dafür steht der Politik ein großer Werkzeugkasten zur Verfügung", hieß es in der EU-Kommission. Die EU-Staaten können etwa auf die Einführung von Biosprit setzen oder Strom für Elektroautos aus erneuerbaren Energien sowie Hybridfahrzeuge fördern.

Die Förderung der erneuerbaren Energien war 2008 im Programm "Europa 20/20/20" beschlossen worden. Bis 2020 soll der Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase um 20 Prozent gesenkt werden, während die Energieeffizienz um 20 Prozent gesteigert und der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent des Gesamtverbrauchs gesteigert wird.

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