Grabow: Projekt "TUTMIRGUT" : Bewegungspausen bringen Schwung

Die Klasse 1 b der Grabower Grundschule 'Eldekinder' bei der Partnermassage im Rahmen des Unterrichts. Thorsten Meier
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Die Klasse 1 b der Grabower Grundschule "Eldekinder" bei der Partnermassage im Rahmen des Unterrichts. Thorsten Meier

Kann eine Schule gesund sein? Zumindest kann sie gesundheitsfördernd sein. Mit dem Projekt "TUTMIRGUT" macht sich die Grundschule "Eldekinder" für das Wohlbefinden ihrer Schüler stark.

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16. Dezember 2010, 11:31 Uhr

Dafür erhielt die Einrichtung gestern von der Techniker Krankenkasse (TK), im Rahmen ihres bundesweiten Präventionsprojektes "Gesunde Schule", Fördermittel in Höhe von 2493 Euro. Heike Schmedemann, Sprecherin der TK in Mecklenburg-Vorpommern, überreichte eine symbolische riesige Euromünze an die Schulleiterin Andrea Fuhrmann.

Die Grundschule hat nämlich ein umfassendes Konzept im Bereich Bewegung und zum Stressabbau entwickelt. "Bewegungspausen bringen Schwung in müde Klassen, aktivieren und erfrischen", bestätigt die Schulleiterin, die seit 2002 im Amt ist. Wenige Minuten gemeinsame Übung verschafften allen mehr Konzentration und Aufmerksamkeit. Das Gehirn sei wieder wach. "Wir freuen uns sehr, dass die TK dieses Angebot finanziell unterstützt und es uns damit ermöglicht", so Fuhrmann weiter. Schließlich wirke sich ein gesundes Umfeld auch positiv auf das Lernen und Unterrichten in der Schule aus. Daher böte sich die Schule, in der die Kinder immerhin die Hälfte des Tages verbringen, als Ort für die Gesundheitsförderung an.

Damit die TK Schulen fördern kann, ist es wichtig, dass die Schulen nicht nur einzelne Projekte initiieren, sondern ein Gesamtkonzept zur Gesundheitsförderung haben. "Wir möchten die Schule motivieren, eigene Wege zu finden. Sie sollen sich langfristig zu einem gesunden Ort entwickeln", betont Pressereferentin Heike Schmedemann. Eine wichtige Rolle spielten hier neben dem konkreten Lehrauftrag die Bereiche Gesundheitsförderung, Persönlichkeitsstärkung, Öffnung nach außen und die Zusammenarbeit mit den Eltern. "Zudem bietet Gesundheitsförderung in der Schule die Möglichkeit, auch Kinder aus sozial schwächeren Familien anzusprechen, die über Individualangebote erfahrungsgemäß nur schwer zu erreichen sind. Unser Förderangebot unterstützt auch weiterhin Schulen und Kindergärten, die systematisch Projekte gegen ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Sucht, Stress oder Gewalt umsetzen."

Die Grabower sind übrigens neben Dodow und Eldena die dritte Schule im Landkreis, die bei dem seit 2005 existierenden Projekt mitmacht. 62 Schulen und 25 Kindergärten wurden bisher im gesamten Land von der TK mit ungefähr 300 000 Euro gefördert.

Besonders engagiert hat sich vor Ort die Gesundheitsbeauftragte und Projektleiterin Ursel Bludovsky. "Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Gehirnjogging vor Diktaten oder Leistungskontrollen dazu beiträgt, dass die Kinder ihre Leistung bis zu 70 Prozent steigern können", erklärt die Lehrerin für Mathe, Deutsch und Kunst. "Bewegung und Gesundheit gehören bei uns an der Schule einfach zusammen. Entspannungsübungen sind deshalb Teil des Unterrichts."

2011 wollen die Pädagogen zusammen mit den Sieben- bis Zehnjährigen sowie deren Eltern, die das Projekt begrüßen und unterstützen, die Zertifizierung als TUTMIRGUT-Schule erreichen. "Die Nachhaltigkeit wird dann alle drei Jahre auf den Prüfstand gehoben. So stehen wir immer in der Pflicht, nicht nachzulassen, dass aus gesunden Kindern vielleicht einmal gesunde Erwachsene werden", sagt Schulleiterin Andrea Fuhrmann.

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