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Bevölkerung wird älter - Zahl der Rettungseinsätze steigt

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erstellt am 28.Mai.2010 | 07:59 Uhr

Göhren-Lebbin | Die älter werdende Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für eine steigende Zahl von Notfalleinsätzen. "Wir haben immer ältere und krankere Patienten", sagte Ralf Baetgen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der im Land tätigen Notärzte, gestern auf einem Rettungsdienstkongress in Göhren-Lebbin. Untersuchungen zufolge leide ein älterer Patient an durchschnittlich fünf Erkrankungen. Dadurch stiegen die Ansprüche an die Versorgung der Notfallpatienten.

Gleichzeitig nehmen laut Baetgen aber auch jene Fälle zu, bei denen der Notarzt wegen vergleichsweise leichter Krankheitsbilder gerufen werde. "Die Einzugsbereiche der Kassenärztlichen Bereitschaftsärzte haben sich stark vergrößert, dadurch haben Patienten nachts und am Wochenende oft wesentlich längere Wege und sie rufen eher den Notarzt", sagte Baetgen. Abhilfe könnten sogenannte Schwerpunktpraxen bilden, die im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr geöffnet seien.

Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich gestern für eine engere "Verzahnung" des Rettungsdienstes und des Kassenärztlichen Notdienstes aus, um Geld zu sparen. Der Rettungsdienst werde häufig von Menschen angefordert, die eigentlich vom Notdienst betreut werden könnten, sagte sie.

Die Ministerin schlug in diesem Zusammenhang eine einheitliche Telefonnummer für Notfälle vor, damit kassenärztliche Notdienste auch über die Leitstelle des Rettungsdienstes vermittelt werden könnten. Die gesetzlichen Kassen in Mecklenburg-Vorpommern haben den Angaben zufolge im vergangenen Jahr für den Rettungsdienst rund 95 Millionen Euro ausgegeben.

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