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Nordwestmecklenburg : Betrüger setzen auf die Masche mit der Angst

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Schutz vor Anrufbelästigungen - mit dieser Masche sind in NWM erneut Trickbetrüger am Werk. Wera Behrend aus Schlagsdorf sollte ebenfalls aufs Kreuz gelegt werden. Die Frau war cleverer, schaltete die Polizei ein.

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2012 | 07:51 Uhr

Schlagsdorf | Schutz vor Anrufbelästigungen - mit dieser Masche sind in Nordwestmecklenburg erneut Trickbetrüger am Werk. SVZ-Leserin Wera Behrend aus Schlagsdorf sollte ebenfalls aufs Kreuz gelegt werden. Die Frau war cleverer, schaltete die Polizei ein.

Zuvor hatte die Schlagsdorferin einen Anruf erhalten, in dem ihr der vermeint liche Schutz der Privatsphäre angeboten wurde. Unerwünschte Anrufe sollten ihr dadurch angeblich erspart werden. Die Frau lehnte ab. Ins Haus flatterte ihr dennoch ein Schreiben von einer Firma aus Hilden. Darin fordert das Unternehmen die Schlagsdorferin zur Zahlung von 89 Euro auf. Die Geschäftsführung droht mit einem Inkassobüro.

Die Schlagsdorferin wandte sich an die SVZ. Recherchen unserer Zeitung ergaben: Wera Behrend ist nich die Einzige, die um ihr Geld gebracht werden sollte. Das Hildener Unternehmen verschickte ähnliche Briefe auch an andere Haushalte in Norddeutschland. Darin wurde nicht nur der vermeintliche Privatsphären-Schutz angeboten. Unterbreitet wurden auch Gewinnspiele oder Testabos für Monats-Zeitschriften. In vielen Fällen kam es kurz darauf zu Zahlungsaufforderungen sowie Drohungen mit Inkassobüros.

Verbraucherschützer sprechen im Fall der Hildener Firma von reiner Abzocke. Sie empfehlen, den per Nachnahme geforderten Betrag auf keinen Fall zu zahlen und sich auch von weiteren Zahlungsaufforderungen nicht einschüchtern zu lassen. "Wir sagen ganz offen: So gut wie in allen Fällen geht es um Betrügereien, auch wenn Firmen scheinbar wohlklingende Namen haben", verdeutlicht Matthias Wins. Er ist Jurist der Neuen Verbraucherzentrale für Mecklenburg und Vorpommern. Der Fachmann em pfiehlt, zunächst schriftlich auf die Forderung zu reagieren. In dem Brief sollte darauf hingewiesen werden, dass keine Bestellung vorliege und es sich um einen Irrtum handle. Auf keinen Fall sollten Verbraucher zum Telefonhörer greifen und unseriöse Firmen anrufen. Dies könne weitere Kosten nach sich ziehen. "Erst wenn ein Anwaltsschreiben eintrifft, sollten sich Bürger an Verbraucherzentralen wenden. In den allermeisten Fällen sind wir dann erfolgreich", so der Mathias Wins von der Neuen Verbraucherzentrale.

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