Bergring-Veteran jagt Rundenrekord

Einer der letzten großen Bergring-Erfolge von Thomas Diehr (v,, 2. v. r.): Mit der damaligen Freundin Kathrin Düsterhöft  feiert er den Gewinn des Goldhelms. Vorn links Simon Wigg, dessen verrückter Fehler (er hatte schon nach der vierten von fünf Runden gedacht, er sei der Sieger und bremste ab) das erst ermöglichte, vorn rechts der drittplatzierte Robert Barth. Foto: Archiv
Einer der letzten großen Bergring-Erfolge von Thomas Diehr (v,, 2. v. r.): Mit der damaligen Freundin Kathrin Düsterhöft feiert er den Gewinn des Goldhelms. Vorn links Simon Wigg, dessen verrückter Fehler (er hatte schon nach der vierten von fünf Runden gedacht, er sei der Sieger und bremste ab) das erst ermöglichte, vorn rechts der drittplatzierte Robert Barth. Foto: Archiv

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09. Mai 2008, 07:13 Uhr

Teterow - Bei der traditionellen Pressekonferenz zum Teterower Bergringrennen wartete Clubchef Adolf Schlaak mit einer faustdicken Überraschung auf: Ins Programm für die Rennen heute und morgen auf der 1877-Meter-Grasbahn ist ein Rekordversuch von Thomas Diehr eingebettet. Der gebürtige Teterower gewann je dreimal Bergringpokal und Goldhelm, bevor er 1992 so schwer stürzte, dass er 26-jährig seine Laufbahn beenden musste.

„Ich bin in den letzten zwei Jahren im Oldie-Cup der Speedway-Veteranen angetreten und habe mich da gut geschlagen“, erzählt Thomas Diehr die Entstehung der Idee zum Rekordversuch. „Da meinte ,Adi’ Schlaak zu mir, wir sollten mal was auf dem Bergring machen.“ Ehefrau Andrea war natürlich alles andere als begeistert, zumal der heute 42-Jährige tagtäglich die Folgen seiner Rennfahrerzeit spürt. Auch Freunde rieten ab, aber letztlich siegte der Methanol-Anteil im Blut.
Am Mittwoch gab es ein erstes Training, und der Routinier fühlte sich gleich wieder wohl: „Ich kam so auf etwa 1:05 Minuten, und ich denke, es geht noch deutlich schneller.“ Sein Rundenrekord von 1992 liegt bei 57,7 Sekunden (117,108 km/h). Heute folgt ein weiteres Training, vielleicht auch schon eine erste gezeitete Runde. Ernst wird es dann morgen gegen 13 Uhr. Nach dem fünften Sonntagsrennen ist der große Auftritt des heute in Langenhagen bei Krakow Lebenden eingeplant.
„Es soll nicht ausarten. Wichtig ist, dass ich gesund um den Ring komme“, bremst Diehr, inzwischen Vater eines dreieinhalbjährigen Sohnes, allzu große Erwartungen. „Aber ich freue mich, mal wieder eine Runde drehen zu können. Und eine Ehrenrunde, wo ich den Zuschauern zuwinken kann, ist bestimmt auch noch drin.“
Übrigens: Die heutige Bestleistung für eine „fliegende“ Runde liegt bei 121,795 km/h (55,48 Sekunden) und wurde am 31. Mai 1998 vom inzwischen an Krebs verstorbenen Engländer Simon Wigg aufgestellt.

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