Beim Weltrekord dabei

Sie haben es am vergangenen Wochenende geschafft – den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Mit dabei waren auch elf Posaunisten aus Hagenow.

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06. Juni 2008, 09:22 Uhr

Hagenow - Der Reihe nach: Mit einem gemeinsamen Konzert im Leipziger Zentralstadion haben rund 16 000 Bläser am vergangenen Sonntag – anlässlich des Evangelischen Posaunentages – einen neuen Weltrekord aufgestellt und sich somit einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde gesichert. Bei dem „größten Bläsertreffen aller Zeiten“ spielten auch 450 Mitglieder von Posaunenchören aus Mecklenburg-Vorpommern mit. Zu ihnen gehörten die elf Mitglieder des Posaunenchores der evangelischen Kirche Hagenow. Und sie haben den ganzen Elan von Leipzig mit nach Hagenow gebracht.

Die 64-jährige Ingrid Bleisch ist seit über zwei Jahren im Posaunenchor und von dem Erlebnis in Leipzig geradezu überwältigt. „Menschen, die sich nie gesehen hatten, machten auf Straßen und Plätzen zusammen Musik. Wir wollten uns das Völkerschlachtdenkmal ansehen, trafen dort Gleichgesinnte, woher sie kamen, weiß ich nicht – wir spielten gemeinsam Musik – uns zur Freude und auch für die Besucher.“

Jeden Donnerstag proben die Hagenower Musiker unter Leitung des Kantors Rüdiger Löwer. Zu dem Hagenower Posaunenchor gehören Mediziner, Handwerksmeister, Schüler, Studenten, Apotheker und der Pastor. Für sie alle ging am vergangenen Wochenende so etwas wie ein Traum in Erfüllung. „Das geht unter die Haut“, so Rüdiger Löwer, „wenn man mit 16000 Bläsern zusammen ein Konzert geben kann, in einem großen Stadion wie in Leipzig.“

Ingrid Bleisch versucht, es in Worte zu fassen: „Es war, als wenn diese beeindruckenden Klänge aus einem großen Kessel in das wunderschöne Blau – ganz nach oben in den Himmel strömen.“ Dabei steht sie voller Begeisterung auf, formt mit den Händen einen Kessel und streckt die Arme nach oben. So glücklich und zufrieden kann man nur nach einem so schönen Wochenende aussehen.

„Es war etwas sehr Bewegendes“, ergänzt Kantor Rüdiger Löwer, „ein Teil dieser großen Bläserfamilie zu sein. Dafür haben sich all die vielen gemeinsamen Proben gelohnt. Dabei war die Eintragung in das GuinnessBuch schon etwas Besonderes – aber nicht das Bedeutendste, das war das Zusammentreffen dieser großen Bläserfamilie, die von den Leipzigern überaus liebenswert aufgenommen wurde.“ Auch er schwärmte von der Atmosphäre im Zentralstadion: Von den verschiedenen Einsätzen der einzelnen Posaunenchöre, deren Musik wie ein Echo von den einzelnen Blöcken widerhallte. Von der Begeisterung, die sich in Tonwellen durch das Stadion zog.

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