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Stutenparaden in Ganschow beendet : Beifall für viel Mut der Akteure

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Furioser Schlusspunkt der Stutenparade 2011 in Ganschow: Pferde, Reiter und Wagenlenker zeigten Härte und absoliverten das Schauprogramm auf einem völlig aufgeweichtem Paradeplatz.

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erstellt am 24.Jul.2011 | 06:36 Uhr

Ganschow | Ein furioser Schlusspunkt sollte am Sonnabend in Ganschow bei der dritten und letzten Stutenparade 2011 gesetzt werden. Pferde, Reiter und Wagenlenker zeigten Härte und absoliverten das Schauprogramm auf einem völlig aufgeweichtem Paradeplatz. Die Zuschauer freuten sich an den 15-Spännern, die es zur 15. Ausgabe der Stutenparaden gab, und vielen weiteren Höhepunkten

Längst hat es sich herumgesprochen, dass diese Paraden, in diesem Jahr wieder von der Schweriner Volkszeitung präsentiert, ein Augenschmaus sind. Darum hatte sich zum Beispiel Serena Schmidt aus Stralsund auf den Weg gemacht. "Eine Bekannte hat so geschwärmt, es wäre sehenswert. Darum sind wir heute hier", sagte sie. Der Regen schreckte sie nicht ab. "Wir haben uns wetterfest angezogen und Decken eingepackt", berichtete sie.

Nancy Fehre aus Treuenbrietzen war schon einmal in Ganschow dabei und hat diesmal kurzerhand ihre Freundin Jasmin Wormuth mit gebracht. "Ich reite selbst und es hat mir im vergangenen Jahr so gut gefallen", erklärt die 12-Jährige. Genau diese Leidenschaft hat auch die achtjährige Tessa Mey bewegt, ihre Oma zu bitten sie zu begleiten. Das Reiten für Kinder musste zwar wegen des Regenwetters in die Stallung verlegt werden, machte aber trotzdem Spaß. Ausgefallen ist allerdings die Märchenaufführung von Aschenputtel. Das hätte draußen stattfinden sollen, war aber bei Regen nicht möglich.

Für Gestütsleiter Friedhelm Mencke brachte der Dauerregen eine brisante Situation. Das Gelände war regelrecht eingeweicht. "Wir haben vorgestern zwar den Boden geschleppt und gewalzt, trotzdem besteht die Gefahr, dass Pferde stürzen", erklärt er. Glücklicherweise ging alles glimpflich ab, auch wenn ein Sturz nicht ausblieb. Die Reiterin sprang schnell wieder auf. Die Zuschauer spendeten Beifall für den Mut.

Schon am Vormittag hatten die Besucher Gelegenheit, sich auf der zweieinhalb Hektar großen Hoffläche umzusehen. Zu den zehn Mitarbeitern und zehn Auszubildenden gesellten sich zu diesem Höhepunkt weitere Helfer. "Uns unterstützen etwa 140 Freunde und Mitwirkende", freut sich Friedhelm Mencke. Ohne sie seien die Stutenparaden nicht denkbar.

Insgesamt ist der Gestütsleiter zufrieden. "Bei den ersten beiden Veranstaltungen hatten wir ein volles Haus. Über 3000 Leute", berichtet Friedhelm Mencke. Mehr als 200 Pferde waren am Programm jeweils beteiligt.

Was aber ist das Besondere in Ganschow? "Ich glaube, dass die Natürlichkeit und die Abwechslung zwischen Show, Sport und Zucht eine große Rolle spielt", denkt René Mencke, der die Außenstelle des Gestüts in Alt Sammit leitet. Nun, wo der Jahreshöhepunkt auf dem Gestüt selbst vorbei ist, wird schon auf eine nächste Veranstaltung hin gearbeitet. Am 17. September wird ein großes Pferdeshowprogramm auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (Mela)in Mühlengeez zu sehen sein.


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