Behinderungen auf Bahnstrecke Hamburg-Rostock - Auch ICs betroffen

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07. April 2008, 08:33 Uhr

Schwerin (dpa/mv) - Bahnreisende auf der Strecke Hamburg-Rostock müssen sich von heute an auf Behinderungen einstellen. Bis zum 3. Mai wird die Strecke dienstags bis donnerstags und an Samstagen jeweils für mehrere Stunden am Vormittag in Schwerin gesperrt. Grund sind Bauarbeiten an einer Fußgängerunterführung, wie Manfred Marucha von DB Projektbau am Montag in Schwerin erläuterte. Auch die ICs aus Hamburg und die Züge aus Ludwigslust und Berlin enden in Holthusen bei Schwerin. Von dort gibt es Schienenersatzverkehr zum Schweriner Hauptbahnhof. In umgekehrter Richtung müssen Reisende aus Rostock und Stralsund in Schwerin in die Busse nach Holthusen umsteigen.

Die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 50 Minuten. Mit der Beschränkung der Totalsperrungen auf die Zeit zwischen 7.30 und 12.00 Uhr wolle die Bahn die Berufspendler zwischen Schwerin und Hamburg möglichst wenig behindern, sagte Renado Kropp von DB-Regio. In der übrigen Zeit können die Züge die Baustelle eingleisig passieren. Dies bedeute „nur geringe Einschränkungen“. Die Züge sollen in Hamburg- Hauptbahnhof planmäßig abfahren und ankommen. Von Binz, Stralsund und Rostock müssen die Züge darum entsprechend eher abfahren.

Die Regionalbahnlinie 11 Hagenow-Schwerin wird vollständig durch Busse ersetzt. Reisende der Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) auf der Strecke Parchim-Schwerin müssen zwischen Schwerin-Wüstmark und Schwerin-Hauptbahnhof den Schienenersatzverkehr nutzen.

Neben der Baustelle in Schwerin, wo die Fußgängerunterführung einen seit dem Streckenausbau 1999 geschlossenen Bahnübergang ersetzen soll, baut die Bahn noch an weiteren Strecken in Mecklenburg. Bereits seit Montag müssen Bahnreisende zwischen Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg) und Wismar auf Busse ausweichen. An der eingleisigen Strecke wechselt die Bahn Weichen und Gleise aus und entwässert den Untergrund.

Um den Hafen Wismar nicht vom Hinterland abzuschneiden, werden Güterzüge über Rostock und Bad Doberan umgeleitet. Aus diesem Grund müssen auf dieser ebenfalls eingleisigen Strecke einige Personenzüge der Linie RE 8 (Wismar-Bad Doberan-Rostock) ausfallen. Auch hier gibt es Schienenersatzverkehr. Die Behinderungen sollen am 4. Mai enden.

Neben den Strecken modernisiert die Bahn auch ihren Fahrzeugpark. Zwischen Rostock und Hamburg seien jetzt 25 neue Doppelstockwagen im Einsatz, teilte die Deutsche Bahn AG in Berlin mit. Sie verbinden die beiden Hansestädte teilweise mit Tempo 160 im Zweistunden-Takt. Verändert wurde auch das Angebot des Usedom-Express. Er fährt vom 23. Mai bis zum 3. Oktober jeweils an den Wochenenden von Berlin aus auf die Insel und zurück. Noch im Sommer wird die Verbindung bis ins polnische Swinoujscie (Swinemünde) verlängert.

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