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Sternberger Behinderten-Verband : Behindertenverband drücken Sorgen

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Der Sternberger Behinderten-Verband hat große Sorgen. Zum einen geht es darum, weitere Mitglieder zu gewinnen. Was sich wiederum auf die finanzielle Lage auswirken würde.

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erstellt am 19.Jul.2011 | 11:56 Uhr

Der Sternberger Behinderten-Verband hat große Sorgen. Zum einen geht es darum, weitere Mitglieder zu gewinnen. Was sich wiederum auf die finanzielle Lage auswirken würde - denn mehr Mitglieder spielen natürlich auch mehr Geld ein. Wenn auch in nicht erheblichem Maße. Und Sponsoren sind leider rar. " Vielleicht sollten Betriebsleiter einmal darüber nachdenken, dass sie auch mal alt werden und vielleicht Hilfe von Verbänden benötigen", so Dr. Maahs. "Am meisten spenden Ärzte, denn sie haben die Notwendigkeit berufsbedingt erkannt." Es gebe zwar auch Zuschüsse von Stadt, Land und Sparkasse, aber die reichen bei weitem nicht. Um einigermaßen agieren zu können, würde in etwa eine jährliche Summe von 3000 bis 4000 Euro benötigt. Der Vorstand selbst arbeitet ehrenamtlich, also unentgeltlich. Und hat privat schon so manchen Euro zugeschustert. Doch nur, wenn die finanzielle Seite auch stimmt, kann der Verband sein anspruchsvolles Programm zum Wohle seiner Mitglieder verwirklichen.

Und zum Dritten muss jetzt schnellstens ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Denn der langjährige Verbandsvorsitzende OMR Dr. sc. med. Herwig Maahs muss aus gesundheitlichen Gründen und altersbedingt seinen Vorsitz abgeben. Ohne ein Oberhaupt kann aber ein Verband bzw. Verein nicht existieren. Sorgen, die Vorstand und zur Zeit 38 Mitglieder - sie kommen aus dem gesamten Altkreis Sternberg - gleichermaßen belasten. Denn im schlimmsten Falle müsste sich der Verband auflösen. Doch der Verband ist Anlaufpunkt für viele Mitglieder und ihre Belange. Sie bekommen zum Beispiel Hilfe in Sachen Rechte und Pflichten der Behinderten, zu Fragen von Gesetzen und Verordnungen, Formalitäten, zur Rente, Miete, Ausweisen. Aber auch bei Problemen bekommen sie Unterstützung. So wurden schon viele Fachvorträge von kompetenten Vertretern gehalten. Wie zum Beispiel von Apotheker Ratke, vom Sternberger Arzt Eckhardt Fichelmann, von Jochen Engmann zum Thema Heimatgeschichte u. a. Nicht zu unterschätzen sind die gemütlichen Beisammensein und die jährlichen Ausflüge. Oftmals das Einzige für die Betroffenen, einmal ihr gewohntes Umfeld verlassen zu können. In diesem Jahr wird es eine Fahrt zum Kummerower See geben, zur Peene, dem "Amazonas des Nordens" am Mittwoch, dem 24. August. Hieran können auch Nichtmitglieder gegen einen geringen Obolus gerne teilnehmen (bitte melden!).

Das zur Zeit akuteste Problem ist das des neuenVorsitzenden. Noch hat sich niemand bereit erklärt. Doch es gibt von Seiten Klaus Kirschnicks aus Brüel zumindest erste Überlegungen, ob ja oder nein. Und bei Petra Rauchfuß als eventuelle Stellvertreterin. Wie gesagt, noch ist nichts entschieden. Fest steht nur: Der Verein bleibt bestehen. Das wünschte sich auch Inge Rittig aus Wendorf: "Es wäre schade, wenn das Vereinsleben einschlafen würde. Doch leider hat bisher keiner Lust oder besser Traute zur Übernahme." Ende Dezember wird der neue Vorstand gewählt und damit die endgültige Entscheidung fallen.

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