Beginn der Urlaubersaison brachte nicht allen Anbietern das erhoffte Echo

Total begeistert: Bärbel und Lothar Neubacher aus dem Schwarzwald. Noch zwei Wochen bleiben sie hier. Foto: Traudel Leske
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Total begeistert: Bärbel und Lothar Neubacher aus dem Schwarzwald. Noch zwei Wochen bleiben sie hier. Foto: Traudel Leske

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13. Mai 2008, 07:34 Uhr

Sternberg - Der 1. Mai ist jedes Jahr ein magisches Datum für die Anbieter von Unterkünften für Urlauber aus nah und fern. Inklusive Freizeitangeboten. Der Saisonstart ist oft entscheidend für das gesamte Urlaubsjahr. Und da es in diesem Jahr die besten Voraussetzungen für eine „Völker-Invasion“ in unsere herrliche Gegend gab – sommerliches Wetter, tolle Kulturangebote wie „Kunst offen“, die Familienangebote des Archäologischen Freilichtmuseums in Groß Raden, die Kaarzer Pfingstfestfeier, die Sommergalerie Stuchlik in Bolz und vieles mehr –, rechneten sich die Anbieter natürlich einen Ansturm auf ihre Häuser und Einrichtungen aus. Nachfragen bei selbigen ergaben aber unterschiedliche Bilder. Teils euphorisch, teils enttäuschend.

Zu den Feiertagen zu 98 Prozent ausgelastet
Der Sternberger Campingplatz am Luckower See ist wegen seiner idyllischen Lage, seines Ambientes und wegen seiner umfangreichen Freizeitangebote unter Campingfreunden beliebt. Das zeigte sich auch zu Saisonbeginn 2008 wieder. „Wir waren über die Pfingsttage sehr gut besucht, zu etwa 98 Prozent ausgelastet“, erzählt Kerstin Thomä, die mit ihrem Mann Heiko die Betreiberin desselben ist. „Und fast alle, so um die 80 Prozent, haben sich schon im vorhinein angemeldet. Darunter viele Stammgäste, aber auch spontane Besucher.“ Und sie fügt an, dass das einerseits der frühen Programminformation bei der Anmeldung, nicht zuletzt aber auch den vielen kulturellen Angeboten in der Region geschuldet sei.

So habe schon das Rapsblütenfest viele Kurzurlauber angelockt. Doch auch auf dem Campingplatz selbst habe sich einiges getan. „Wir haben zum Beispiel unsere Sanitäranlagen überholt, renoviert und neu gefliest. Und jetzt wollen wir noch unsere Stege überholen. Mein Wunsch wäre auch noch ein neues Tretboot mit Rutsche.“

Wenn es mal nicht so läuft, hat Kerstin Thomä auch dafür eine Ursache parat. Die sie in den zu hohen Spritpreisen für Kurz-Trips sieht. Für Bärbel und Lothar Neubacher aus dem Schwarzwald – wohin sie vor 18 Jahren der Arbeit wegen aus Sternberg wegzogen – jedoch kein Hindernis. „Wir haben dreimal Urlaub im Jahr und uns zieht es immer wieder in die Heimat“, so Lothar Neubacher, „nirgendwo ist es schöner. Und hier auf dem Campingplatz haben wir unsere Ruhe.“

Über einen erfreulichen Saisonstart kann auch Bodo Bathke vom Landhotel und Kanu-Verleih Sternberger Burg berichten. „Bei uns ist es toll angelaufen, und wir sind sehr zufrieden“, erzählt er. Und fügt an, dass auch der gesamte Mai schon zu mehr als 85 Prozent ausgebucht sei. „Unsere Gäste finden hier alles, was sie für einen erholsamen Urlaub brauchen: viele Angebote in der Region, Pferde zum Reiten, Kanutouren usw. Verhalten zufrieden äußerte sich Andreas Ruge vom Sternberger Heidberg-Hotel. „Wir hatten über Pfingsten zwar Einquartierungen, aber es hätte noch besser sein können“, erzählt er. Für die laufende Saison gebe es aber auch schon Voranmeldungen.

Enttäuschte Gastronomen
Sehr enttäuschend dagegen verlief der Saisonstart für Renate und Günther Gulbis vom gleichnamigen Hotel in Witzin. „Wir hatten gar keine Pfingstgäste. Aber das ist kein Wunder: hohe Spritpreise, keine offizielle Badestelle und keinen Radweg. Das wird wohl wieder wie im vergangenen Jahr laufen“, so die enttäuschte Hotelfachfrau.

Von verhaltener Einkehr in ihrer Pension „PIC“ in Warin spricht auch Carola Cante. Das liege vor allem an dem mauen Angebot der Umgebung. „Amerikanische Gäste brachten es auf den Punkt: Warin und Umgebung schläft.“

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