Begeistert von der Landwirtschaft

Ob Groß oder Klein – Peter  Schmiedek verteilt gerne Streicheleinheiten. Man glaubt ihm, dass er Freude an seiner  Ausbildung in der Landwirtschaft hat. Foto: Herbert Kewitz
Ob Groß oder Klein – Peter Schmiedek verteilt gerne Streicheleinheiten. Man glaubt ihm, dass er Freude an seiner Ausbildung in der Landwirtschaft hat. Foto: Herbert Kewitz

Die Mitglieder der Landjugend organisieren das Projekt „Schule lebt“. Grundschulkinder für Landwirtschaft zu begeistern, ihnen zu erklären, woher die Lebensmittel kommen oder wie ein Milchviehbetrieb funktioniert, sind einige Aspekte.

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10. November 2008, 08:27 Uhr

Lübz/Parchim - Die Kreisgebietsreform, die seit Monaten die Menschen im ganzen Land beschäftigt, betrifft auch die Landwirte im Landkreis Parchim. Um sich über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Kreisgebiets- und Verwaltungsreform sowie die Auswirkung auf die Landwirtschaft zu informieren, hatte der Kreisbauernverband Parchim e. V. zu seiner Informationsveranstaltung Landrat Klaus-Jürgen Iredi eingeladen.
Die Verwaltungsreform betrifft zwei wesentliche Komponenten: zum einen die Kreisgebietsreform einschließlich der Eingemeindung und zum anderen die Modernisierung der Verwaltungsstrukturen.
Effektivität in den Verwaltungsstrukturen ist das Schlagwort in der aktuellen Diskussion. Diese scheint mit den bestehenden Vorschlägen der Landesregierung jedoch noch nicht erreicht. Im September dieses Jahres hat sich der Landkreistag für eine Überprüfung hinsichtlich des zu erwartenden Effektivitätsgewinns ausgesprochen. „Meiner Meinung nach muss die Mischfinanzierung abgebaut werden. Ressourcen und Aufgaben sollten in einer Behörde gebündelt werden, damit Entscheidungen bürgernah und effektiv umgesetzt werden können“, sagt Klaus-Jürgen Iredi und sieht in diesem Zusammenhang die Landkreise als eine geeignete Institution.
„Die Landkreise haben die Aufgabe, die Entwicklung des ländlichen Raumes zu fördern. Der ländliche Raum muss so gestaltet werden, dass er zu einem attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum für die Bevölkerung wird“, so Iredi weiter.
Der Landrat setzt sich dafür ein, staatliche Zwischeninstanzen abzubauen und Aufgaben aus diesem Bereich in die Landkreise einzugliedern. Denn nur so ist es möglich, bestehenden Effektivitätsdefiziten zu begegnen.
Der Förderung des ländlichen Raumes hat sich auch die Landjugend verschrieben. Vorstandsmitglied Steffen Köhncke nahm die Einladung des Kreisbauernverbandes gerne an, um die Arbeit der Landjugend vorzustellen. Agrarbildung, Jugendbildung und Freizeitarbeit machen ein Großteil der Tätigkeiten der Landjugend aus.
Immer mit engem Bezug zur Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Themen, organisieren die Mitglieder der Landjugend aber auch Projekte, in denen Themen wie Demokratie, Toleranz, Gewalt, Rassismus oder Suchtprävention aufgegriffen und diskutiert werden. Neben zahlreichen Teilnahmen an landwirtschaftlichen Messen, organisieren die Mitglieder unter anderem auch das Projekt „Schule lebt“. Grundschulkinder für Landwirtschaft zu begeistern, ihnen erklären, woher die Lebensmittel kommen oder wie ein Milchviehbetrieb funktioniert, sind einige Aspekte dieses Projektes, das einmal im Jahr mit einer Schule im Land durchgeführt wird.
„Natürlich schauen wir auch in die Zukunft. Landwirtschaftliche Berufe haben in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Aber wir beobachten, dass sich wieder mehr Jugendliche für eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereicht interessieren“, sagt Steffen Köhncke. Qualifizierten Nachwuchs fordern und fördern heißt es auch bei der Landjugend. So nehmen jedes Jahr Auszubildende an den Berufswettbewerben für Land-, Forst- und Tierwirte erfolgreich teil.
Das nächste große Projekt steht bereits in den Startlöchern. „Wir fürs Land“ heißt es im Mai 2009. Gemeinsam mit Kommunen und Gemeinden möchte die Landjugend an einem Wochenende kleine Projekte in den Dörfern realisieren. „Egal, ob es die Erneuerung eines Spielplatzes oder die Instandsetzung eines Weges ist, wichtig ist, dass Etwas gemeinschaftliches geschaffen wird, von dem alle Beteiligten etwas haben“, sagt Steffen Köhncke und sucht im Landkreis Parchim noch Partner.

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