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In Kritzkow entsteht Photovoltaikanlage : Baustart für Solaranlage an der A 19

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Eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage entsteht an der A19 in Kritzkow. Module auf 1500 Tischen werden sich aneinanderreihen und die Energie der Sonne einfangen.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 10:23 Uhr

Kritzkow | Eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage entsteht an der A 19 in Kritzkow. Module auf 1500 Tischen werden sich aneinanderreihen und die Energie der Sonne einfangen. Am Montag beginnen die Bauarbeiten. Im Juni soll die Anlage ans Netz gehen.

Die Firma Sybac Solar aus Berlin errichtet die Anlage auf einer Fläche von rund zwölf Hektar. Geschäftsführer Dr. Sigmar Kapitola spricht von einer Anlage mit fünfeinhalb bis sechs Megawatt peak (Einheit der maximalen Leistung eines Photovoltaik-Kraftwerks). Die Investition beläuft sich auf eine Summe um die 15 Millionen Euro.

Ursprünglich war der im vergangenen Jahr aufgestellte Bebauungsplan in Kritzkow von einer größeren Anlage ausgegangen. Eine Reduzierung, so erklärt Kapitola, war notwendig, weil nach dem aktuellen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht mehr die gesamte Fläche vergütungsfähig sei. Dadurch bleibt am westlichen Rand eine Freifläche bestehen. In der ursprünglichen Planung reichte die Anlage dichter an die Bebauung am Zehlendorfer Weg heran. "Die Errichtung von Photovolkaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen wird nicht mehr gefördert. Deshalb beschränken wir uns auf den Bereich, der seit Jahren als Gewerbegebiet ausgewiesen ist", erklärt der Geschäftsführer von Sybaco Solar. Das Berliner Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren auf Freiflächenanlagen spezialisiert. "Wir entwickeln Projekte und errichten Anlagen, die wir zum Teil auch betreiben", berichtet Kapitola. Professionelle Investoren stünden dahinter. Nahe Parchim errichtete Sybac Solar bereits zwei Anlagen. Kritzkow sei für sie interessant, weil einerseits die Sonneneinstrahlung in Mecklenburg günstig sei, andererseits würden Freiflächen für Photovoltaikanlagen in Deutschland langsam rar.

Für den Anschluss der Anlage an das Stromnetz ist eine drei Kilometer lange Trasse nach Weitendorf zu legen. "Wenn wir fertig sind, werden wir bei einer offiziellen Einweihung den Leuten Gelegenheit geben, sich die Anlage anzusehen und erklären zu lassen", kündigt Kapitola an.

Vorherige Ansiedlungsversuche gescheitert

Für Volker Lorenzen, Hof und Land Immobilien in Klein Upahl, ist die Errichtung der Anlage jetzt das gute Ende einer zunächst unsäglichen Geschichte. Zuerst war 2007 an einem Bebauungsplan für die Errichtung eines Autohofes gearbeitet worden. Zwei Jahre später hatte Lorenzen, der das Grundstück Anfang der 1990er-Jahre als Erweiterungsfläche zum damals bereits geplanten Gewerbegebiet in Kritzkow erworben hatte, einen Projektentwickler aus Süddeutschland an der Angel, der eine Photovoltaikanlage errichten wollte. "Der Bebauungsplan wurde geändert und nichts passierte. Wir haben den Grundstücksverkauf rückgängig gemacht", erzählt Lorenzen. Weder er noch die Planer hätten jemals Geld gesehen. Die Situation habe ihn in erhebliche Schwierigkeiten gebracht. Inzwischen geht Lorenzen straf- und zivilrechtlich gegen den Projektentwickler vor. Damit aber nicht genug. Mit dem nächsten Interessenten lief die Nummer ein zweites Mal ab. "Vollmundige Versprechen, weltmännisches Auftreten und keinen Cent bezahlt", schildert der Klein-Upahler. Ein zweites Mal sei der Kaufvertrag rückgängig gemacht worden, wieder sei er einem Betrüger aufgesessen und werde auch gegen diesen gerichtlich zu Felde ziehen.

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